Bei Energie-Ausweis Qualität gefragt

Kempten/Allgäu | bb | 'Sie finden leider im Internet auch einen Energie-Ausweis für 9.99 Euro - der kann aber fast gar nicht aussagekräftig sein.' Martin Sambale, Geschäftsführer des Energie- und Umweltzentrum Allgäu (Eza), rät deshalb zu einem 'qualitätsgesicherten Energie-Ausweis', auch wenn der zwischen 280 Euro (vereinfachte Ausführung für ein Ein- oder Zweifamilienhaus) und 600 Euro (mit ausführlicher Berechnung für ein großes Gebäude) kosten kann. Informationen zum Energie-Ausweis und zur Qualitätssicherung werden ein Hauptthema bei den diesjährigen 'Allgäuer Altbautagen' am 23. und 24. Ferbuar in Kempten sein.

Ab 1. Juli 2008 ist ein Energie-Ausweis Pflicht, wenn eine Wohnung oder ein Haus, die älter als Baujahr 1965 sind, vermietet, verpachtet oder verkauft werden sollen. Für neuere Wohngebäude gilt die Regelung erst ab 1. Januar 2009. Grundlage ist die Energie-Einsparverordnung (EnEV), die für alle beheizbaren Gebäude und Gebäude mit Klimaanlagen ein solches Dokument vorschreibt. Ausgenommen sind lediglich Ställe, Kirchen, Traglufthallen, Treibhäuser und Wohnungen, die weniger als vier Monate im Jahr benutzt werden.

Der Energie-Ausweis ist ein Mittel zur Beurteilung des energetischen Zustandes eines Gebäudes. Das Prinzip ist mit dem Benzinverbrauch von Autos zu vergleichen. Manche benötigen auf 100 Kilometern sechs Liter, andere zehn. 'Der Energie-Ausweis zeigt, ob ein Gebäude im Vergleich mit anderen Gebäuden gleicher Nutzung wenig oder eher viel Energie benötigt', erklärt Steffen Riedel von Eza.

Grundsätzlich gibt es beim Energie-Ausweis zwei Arten: einen Verbrauchsausweis und einen Bedarfsausweis. Welcher Ausweis notwendig ist, ergibt sich nach Größe und Alter des Gebäudes. Und ob beispielsweise öffentliche Fördergelder für eine Sanierung beansprucht werden (siehe Grafik und Info-Kasten).

Durch die Vorlage des Energie-Ausweises bei Vermietung und beim Verkauf haben laut Eza sanierte Gebäude einen Vorteil gegenüber unsanierten, da der Kunde erfährt, welches langfristig im Hinblick auf die Energiekosten günstiger ist.

9. Allgäuer Altbautage, Samstag und Sonntag, 23./24. Februar, mit rund 100 Ausstellern und 100 Fachvorträgen. Hochschule Kempten, jeweils von 9.30 bis 17 Uhr. Veranstalter sind das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (Eza) und die Allgäuer Zeitung. Eintritt frei.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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