Untermaiselstein
Bei der WM nach Gold greifen

Herbert Rietzler aus Rettenberg hat sich mit seinem Sieg bei der deutschen Meisterschaft im Fahrsport der Disziplin «Pony-Einspänner» in Minden für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Dort möchte er Mitte August in Greven (Nordrhein-Westfalen) auf das Treppchen. In diesem Jahr fanden vier Sichtungsturniere für die Weltmeisterschaft statt. Rietzler schnitt in allen vier Turnieren sehr erfolgreich ab (dreimal war er Bester, einmal Drittbester).

Höchstleitungen bringen

Ein Turnier besteht aus drei Teilprüfungen. Im ersten Teil wird beim Dressurreiten die Vielseitigkeit geprüft. Der zweite Teil besteht aus einer Geländeprüfung und der dritte aus einem Hindernisfahren. «Wer am Ende am besten abschneidet, ist Sieger», erklärt der 41-Jährige. Dabei müssen die Pferde Höchstleistungen bringen. Rietzler weiß mit seinen 20 Jahren Berufserfahrung, dass die so genannte Gymnastizierung und die Konditionierung der Tiere im Vordergrund stehen müssen. Besondere Beachtung wird auch dem Dressurreiten gewidmet. Wichtig sei die passende Muskulatur der Pferde und auch die Harmonie zwischen Reiter und Tier, «damit beide sich aufeinander verlassen können», sagt der ausgebildete Pferdewirtschaftsmeister.

Seit 2005 ist Rietzler im Fahrsport tätig. Anfänglich beschäftige er sich vorwiegend mit dem 2-Spänner und 4-Spänner. «Heute habe ich mich mehr auf den Ein-Spänner spezialisiert, weil sein Pferd «Filou» einfach sehr gut ist, sagt der vielfache bayerische und schwäbische Meister.

Bei der diesjährigen deutschen Meisterschaft war er einer der Favoriten. Daher kam der Sieg für ihn nicht allzu überraschend. Da die Weltmeisterschaft in diesem Jahr vom 13. bis 16. August in Greven bei Münster (Nordrhein-Westfalen) stattfindet (www.greven2009.de), wurden auch alle Sichtungsturniere in der Bundesrepublik abgehalten. «Bisher war ich international nur in Bregenz», erzählt Rietzler.

Die meisten Turniere gibt es im norddeutschen Raum, daher muss der Untermaiselsteiner oft lange Strecken zurücklegen. Mit einem Lkw und einem Hänger bringt er seine zwei Kutschen zum Turnier. «Eine Kutsche ist speziell für das Hindernisfahren, die andere für die restlichen Prüfungen. Man nimmt natürlich immer seine eigene Kutsche mit, da man die Pferde darauf abstimmt», erklärt der Oberallgäuer. «International hängt die Messlatte sehr hoch, national ist das schon ein wenig einfacher. Ein Platz auf dem Treppchen musste bei der deutschen Meisterschaft für mich einfach drin sein», meint der Pferdewirt weiter.

Und auch bei der WM hat er sich viel vorgenommen. Mit «Filou» möchte der Rettenberger eine Medaille holen. «Wenn es gut läuft, ist sogar Gold möglich», sagt der 41-Jährige selbstbewusst.

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