Begründung: Vorgaben in Bayern und vertragliche Vereinbarungen

Kabelanbieter ändert Senderpolitik nicht Kempten (buc). Zu einer Reihe Fragen rund ums Dauerthema Kabelbelegung im Allgäu hat Kabel Deutschland jetzt Stellung bezogen. Das Fazit: Das Unternehmen bleibt bei seiner Senderpolitik.

Viele Allgäuer wollen das Schweizer Fernsehen empfangen. Warum wird dieser Wunsch nicht erfüllt?

Kabel Deutschland: In den Allgäuer Kabelnetzen sind neben dem üblichen Programmangebot auch ORF 1 und ORF 2 eingespeist. Das hat zur Folge, dass in den Netzen die Kanalkapazität besonders knapp ist. Hinzu kommen noch lokale Besonderheiten: die Grundnetzsender Pfänder und Grünten beeinflussen durch Einstrahlung die Hausverteilnetze, so dass diese Kanäle in den Kabelnetzen nur bedingt zur Verfügung stehen. Als die Programme Arte und Kinderkanal ihre Sendezeit verlängerten und verpflichtend in die Kabelnetze eingespeist werden mussten, konnte nur eines der österreichischen Programme, ein Drittes, oder DRS 1 aus dem Programmangebot genommen werden. Wir sind mediengesetzlich verpflichtet, bestimmte Programme in die Fernsehkabelnetze einzuspeisen, um die Programmvielfalt zu sichern.

Bisher läuft SF 1 im Kemptener, Immenstädter, Füssener, Buchloer und im Memminger analogen Kabelnetz. Wie lange wird es dort noch analog zu empfangen sein?

Kabel Deutschland: Solange SF 1 analog zu empfangen ist, wird es auch eingespeist. Wenn das Schweizer Fernsehen seine Verbreitung auf DVB-T umstellt, muss die Empfangssituation neu geprüft werden.

Warum ist NDR in Buchloe nicht im analogen Kabel, in den übrigen sieben Städten aber schon?

Kabel Deutschland: NDR war in Buchloe nie im analogen Angebot. NDR kann jedoch, wie alle in Deutschland empfangbaren dritten Programme digital und unverschlüsselt über Kabelanschluss empfangen werden. Übrigens: In Mindelheim wurde für die Ausweitung von Kika Euronews reduziert.

Wenn Kunden auf 'digital' umsteigen: Haben die dann weiter SF1, wenn sie es vorher schon analog hatten? Kabel Deutschland: Wenn ein Kunde seinen digitalen Kabelanschluss nutzt, stehen ihm 76 frei empfangbare Programme zur Verfügung. Die analog in den Netzen eingespeisten Programme, auch die ortsüblich empfangbaren Programme des schweizerischen und österreichischen Rundfunks bleiben für die Kunden auch nach dem Wechsel analog verfügbar. Um sie einzuschalten muss der Kunde lediglich den Digital-Receiver ausschalten.

Laut Vorgaben müssen bestimmte Programme eingespeist werden, darunter der Verkaufssender HSE. Nun läuft daneben noch QVC. auch ein Verkaufssender. Auch bei den Musiksendern und Vollprogrammen gäbe es Luft für Verschiebungen, wenn man Kundenwünsche erfüllen will.

Kabel Deutschland: Uns binden ... unter anderem ... vertragliche Vereinbarungen mit den Veranstaltern. Wir würden es überdies unseren Kunden nicht zumuten wollen, wenn man eines der Vollprogramme - etwa RTL - nicht mehr in den analogen Kabelnetzen zur Verfügung stellen würde.

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