Allgäu
Befreiungsschlag

Das ging wahnsinnig schnell. Gerade vier Wochen ist es her, dass die Stadt Kempten und Theaterdirektor Peter Baumgardt ihre Scheidung verkündeten. Und jetzt zaubert OB Netzer - ruckzuck - eine Nachfolgerin aus dem Hut: Nikola Stadelmann, bisher die zweite Frau am Theater in Kempten.

Das sieht ganz nach Befreiungsschlag aus. Denn die Trennung von Baumgardt hat in der Kemptener Theaterszene einen Sturm der Empörung ausgelöst. Es gab heftige Vorwürfe Richtung Oberbürgermeister und Stadträte, Zerwürfnisse in der Bürgerschaft und eine Unterschriftenaktion pro Baumgardt mit Hunderten von Unterstützern.

Angesichts dessen ist es den Stadtpolitikern nicht zu verübeln, dass sie der Entrüstung den Wind aus den Segeln nehmen wollten. Die Baumgardt-Diskussion hat sich erledigt. Basta. Um dies zu erreichen, setzten sich die Verantwortlichen allerdings über die eigene Vorgabe hinweg, ein Auswahlverfahren für die Nachfolge zu starten. So verzichteten sie darauf, vielversprechende Bewerbungen aus ganz Deutschland zu erhalten.

Stadelmanns Wahl ist damit ein gewisses Wagnis. Einerseits hat sie Ideen, ist mit der schwierigen Kemptener Situation vertraut und garantiert Kontinuität. Andererseits stand sie bisher immer in der zweiten Reihe. Nun wird sie ein Haus mit engem Budget zu leiten haben.

Kommentar

von Klaus-Peter Mayr

mayr@azv.de oder Fax 0831/206-137

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