Kaufbeuren
«Bedeutender Wirtschaftsfaktor»

Beste Beziehungen bestehen zwischen der Technischen Schule der Luftwaffe 1 und der Stadt Kaufbeuren. Das wurde wieder einmal beim Neujahrsempfang deutlich, den die Bundeswehr und die Stadt gestern auf dem Fliegerhorst veranstalteten. Daran nahmen neben hochrangigen Militärs auch zahlreiche Menschen des öffentlichen Lebens aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft in Kaufbeuren teil. Der neue Kommandeur Oberst Richard Drexl betonte, dass der Fliegerhorst mit neun Millionen Euro Sachausgaben ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region sei. Fünf bis sechs Millionen Euro würden für Bauunterhalt und Baumaßnahmen ausgegeben. Allein 40 Millionen Euro machten die Löhne und Gehälter der Beschäftigten aus, die wiederum dem regionalen Wirtschaftskreislauf zukommen.

«Kernaufgabe heuer ist, das Optimierte Eigenmodell zum Laufen zu bringen», so Drexl. Mit diesem Modell könne der Fliegerhorst beweisen, dass er durch eigenes Wirtschaften genauso effizient und kostengünstig arbeitet, als wenn er privatwirtschaftlich betrieben wird. Seit 2008 laufe dieses Projekt. «2010 wird sich dann zeigen, ob es auf andere Standorte übertragen werden kann.» Im Zuge das Projektes sind 100 Dienstposten in Kaufbeuren reduziert worden (wir berichteten). Drexl betonte des Weiteren, dass das Kaufbeurer Bundeswehrdienstleistungszentrum BwDLZ (ein Zusammenschluss aus Standort- und Truppenverwaltung), das bislang zudem für Füssen zuständig ist, ab Januar 2010 auch den Standort Sonthofen, zu dem auch Kempten gehört, mitbetreuen muss.

Oberbürgermeister Stefan Bosse versuchte in seiner Ansprache tunlichst, das Wort Krise zu vermeiden. Die Lage in Kaufbeuren sei trotz allem gut, im Jahr 2008 habe die Stadt beispielsweise einen Rekordverkauf an Gewerbeflächen verzeichnet. Das sei ein gutes Signal. Wichtige Themen für ihn seien Autonomie in Sachen Energieversorgung sowie die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe. Die Entscheidung der Staatsregierung, auch Handwerkern das Studieren zu erlauben, werde vermutlich Auswirkungen auf die Kaufbeurer Fachoberschule und Berufsoberschule (FOS/BOS) haben, weil sich dann möglicherweise der Bedarf an dieser Schulform relativieren könne. Insgesamt stellte der OB den Ausblick auf das Jahr 2009 für die Stadt unter den Oberbegriff «Zuversicht».

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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