Bedenken gegen Umgehung im Geltnachtal wachsen

Bertoldshofen | az | Auf großes Interesse stieß der Informationstag, den die Interessengemeinschaft (IG) Umgehungsstraße Bertoldshofen-Marktoberdorf in der Alten Schule in Bertoldshofen abhielt. Dort hatte die IG die vorliegenden Pläne für den Neubau der B 472 und der B 16 zur Umgehung ausgehängt. Zudem lagen Stellungnahmen aus, die die Initiative bisher zum Umgehungsprojekt verfasst hat. Auch die Antworten von Behörden und Ministerien konnten alle Interessierten in Augenschein nehmen.

Die meisten der rund 300 Besucher äußerten sich kritisch zu den Planungen des Straßenbauamtes Kempten und stimmten mit der IG überein, dass die Verwirklichung der 'Amtstrasse' immense negative Auswirkungen auf das Geltnachtal und seine Bewohner hätte. Überrascht zeigten sich viele Interessierte beim Blick auf die Planungsunterlagen vor allem darüber, wie nah die Trassen an der Randbebauung von Bertoldshofen und Hausen vorbeiführen sollen.

Auch die Zerstörung der bisherigen Verkehrsbeziehungen zwischen Bertoldshofen und seinen Ortsteilen durch die neuen Trassen und die dann notwendigen Umwege - insbesondere für die Landwirtschaft - waren vielen Besuchern noch nicht bewusst. Der Allgemeinheit bisher kaum bekannt waren auch die Dimensionen, in denen die B472 zwischen Ob und Bertoldshofen ausgebaut werden soll. Unter anderem ist eine dreispurige Fahrbahn mit Begleitweg vorgesehen, was nach Ansicht der IG einem kompletten Neubau gleichkommt. 'Dieser Infotag zeigt deutlich, dass in der Bevölkerung noch viel zu wenig bekannt ist, was da eigentlich alles auf Bertoldshofen und seine Ortsteile zukommen soll', so Markus Zendath von der Interessengemeinschaft. Zahlreiche Besucher und IG-Mitglieder waren sich einig, dass die Informationspolitik der zuständigen Behörden mangelhaft sei. Dies zeige sich nicht zuletzt an der jüngsten Antwort des Straßenbauamtes auf einen sechsseitigen Fragenkatalog der IG zu Details der 'Amtstrasse': Auf 'mageren drei Seiten' habe sich die Behörde zumeist sehr allgemein geäußert und verweise in vielen Punkten auf noch ausstehende Gutachten.

Neben der Information der Bürger nutzte die IG die Veranstaltung, um zu ermitteln, wie groß das Interesse ist, die Interessengemeinschaft in einen Verein umzuwandeln, der mit möglichst vielen Mitgliedern und entsprechendem Geld die Arbeit der IG forcieren kann. Die Resonanz sei gut und es seien bereits viele Absichtserklärungen eingegangen. 'Nur wenn wir wissen, dass wir für die große Mehrheit der Bertoldshofener sprechen, werden wir unsere Arbeit weiterführen', so Zendath, der sich ebenso wie die anderen Mitglieder der IG zufrieden mit dem Verlauf und dem Besuch des Infotages zeigte.

Weitere Informationen, Dokumente und das Formular für die Absichtserklärung zur Umwandlung der IG in einen Verein gibt es im Internet unter

www.bertoldshofen.de

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