Bad Hindelang
«Baustellen» in Hindelang und Hinterstein

Ein Jahr lang haben das Münchner Archiktur-Büro Andreas Raab und Otto Kurz, der Marktgemeinderat und auch interessierte Bürger daran gearbeitet. Jetzt wurde ein Zwischenstand der Erkenntnisse im Kommunalparlament vorgelegt: Thema Dorferneuerung im Kernort Hindelang und im Ortsteil Hinterstein. Es muss viel getan werden, damit beide Dörfer liebens- und lebenswert bleiben. Diese Quintessenz aus den Vorträgen der Experten war an den Gesichtern der Räte ablesbar. Hindelang lebt derzeit von seiner Substanz. Es gibt zahlreiche Baustellen, lautete das vorläufige Urteil auf der einen Seite. Hinterstein kann plakatives Bergsteigerdorf werden, muss sich aber auch besser Tagesbesuchern öffnen, damit nicht «tote Hose» herrscht, so die Sicht der Dinge im zweiten Fall.

«Vorbereitende Untersuchungen» nennt sich das, was die Planer in den letzten Monaten getan haben. Bürgermeister Adalbert Martin ist froh, dass die Ortsentwicklung gleich beider Dörfer staatlich gefördert wird, über das Städtebauförderungsprogramm. «Da reinzukommen, war schon ein Meilenstein», erklärte Martin. Auf diese Weise winken Gelder nicht nur, um Straßen und Plätze sowie öffentliche Gebäude auf Vordermann zu bringen. Sondern auch private Bauherren, die ihre Anwesen herrichten wollen, profitieren vom Programm und werden dabei zudem von der Gemeinde beraten.

Aber es muss der Verfahrensweg eingehalten werden, etwa mit dieser jetzt vorgestellten Analyse der Gegenwart. Erste Maßnahmen sind bereits in Gang gebracht: ein Dorfplatz beim Rathaus in Hindelang und die Erneuerung des Parkplatzes «Auf der Höh» in Hinterstein (wir berichteten).

Der Rathaus-Chef machte darauf aufmerksam, dass die Dorferneuerung nicht eine Sache sei, die von heute auf morgen erledigt werden könne. Martin sprach von einem Realisierungs-Zeitraum über 20 bis 30 Jahre. Einer der nächsten Schritte wird sein, konkrete Ziele zu formulieren. Das soll bis Februar erledigt sein. Zuvor werden auch wieder die Einwohner in eine zweite «Bürgerwerkstatt» eingebunden, wie es auch von Ratsmitglied Albert Keck (Freie Wähler Bad Oberdorf) angemahnt wurde. Keck in die Runde seiner Kolleginnen und Kollegen: «Der Bürger muss das mittragen».

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