Winterdienst
Bauhof-Mitarbeiter in Memmingen montieren derzeit die Streuer an den Räumfahrzeugen

Mit der Fernbedienung zappt er sich Abend für Abend zum Wetterbericht. Aber der Winter ist noch nicht in Sicht. 'Zum Glück', meint Gerhard Wiblishauser. Denn noch kann der Leiter des Memminger Bauhofs Schneeflocken und Eis nicht gebrauchen. Denn seine Mitarbeiter, die später die Schneepflüge durch die verschneiten Straßen lenken werden, sind derzeit noch anderweitig beschäftigt: Sie stopfen Löcher im Asphalt auf Straßen im Stadtgebiet.

In den Silos des Bauhofs an der Brahmsstraße lagern bereits 1000 Tonnen Salz. In den Garagen sind fünf Kfz-Mechatroniker damit beschäftigt, die großen und kleinen Räumfahrzeuge 'anzupassen', wie es der Chef nennt. Das heißt: An die Lastwagen und Traktoren werden die sogenannten Streuer montiert.

Denn im Frühling, Sommer und Frühherbst verwendet man die Fahrzeuge für andere Zwecke. Unter anderem, um die Straßen zu reinigen oder für Transporte: Zum Beispiel, um Fischertags-, Stadtfest- oder Jahrmarktsbuden zu befördern.

Frühes Aufstehen angesagt

Ist der Winter da, werden rund 90 Mitarbeiter des Bauhofs und der Stadtgärtnerei das knapp 250 Kilometer lange Straßennetz von Schnee und Eis befreien. Hinzu kommen Geh- und Radwege. 36 Fahrzeuge sind dann im Einsatz und 44 sogenannte Handräumer. Dabei ist frühes Aufstehen angesagt: Zwischen drei und vier Uhr beginnt der Arbeitstag eines Schneeräumers.

Der Erste, der aus den warmen Federn muss, ist der 'Stramot' – der motorisierte Straßenwärter. Er fährt das Stadtgebiet ab und 'schmeißt' danach die Kollegen per Telefon aus dem Bett. Wie viele er anruft, hängt davon ab, wie stark es geschneit hat und wie viele er deswegen zum Räumen braucht.

Der Stramot überprüft laut Wiblishauser immer bestimmte Gefahrenzonen: den Eisenburger Berg mit seiner zwölfprozentigen Steigung; die Hügel in Volkratshofen und die Waldstücke zwischen Dickenreis und Dickenreishausen.

Das frühe Aufstehen und die körperlich anstrengende Arbeit der Handräumer schlauchen, weiß Wiblishauser. Und noch etwas anderes macht die Aufgabe des Winterdiensts 'sehr anstrengend', erklärt der Bauhofleiter: 'Wie manche Leute gerade in Nebenstraßen parken.'

Die Fahrer der Schneepflüge müssten dann auch bei hohem Schnee Zentimeterarbeit leisten, um keine Autos und Gartenzäune zu beschädigen. Manchmal kämen die Räumfahrzeuge auch gar nicht durch die Straßen, so Wiblishauser. 'Wenn ein Auto blöd geparkt wurde, muss der Schneepflug rückwärts wieder ’raus.

Das ist nicht ganz einfach.' Zwar besitze jedes Fahrzeug eine 'Rückfahrkamera', dennoch sei es 'sehr unangenehm. Der Schneehaufen muss liegen gelassen werden und danach mit kleineren Fahrzeugen weggeschafft werden', ärgert sich Wiblishauser.

Denn noch kann der Leiter des Memminger Bauhofs Schneeflocken und Eis nicht gebrauchen. Denn seine Mitarbeiter, die später die Schneepflüge durch die verschneiten Straßen lenken werden, sind derzeit noch anderweitig beschäftigt: Sie stopfen Löcher im Asphalt auf Straßen im Stadtgebiet.

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