Großkitzighofen
Bauherren stehen in den Startlöchern

Die Bauherren stehen schon in den Startlöchern, die ersten Baupläne liegen auf dem Tisch von Lamerdingens Bürgermeister Konrad Schulze und auch das Vermessungsamt hat sich bereits angekündigt. Jetzt hat auch der Lamerdinger Gemeinderat mit seinem Beschluss des Bebauungsplans grünes Licht für das Gebiet an der Poststraße gegeben.

Sechs Einzelhäuser sollen zwischen einem ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen und dem Breitenweg in den kommenden Jahren entstehen (wir berichteten). Bevor der Plan nun abgesegnet wurde, gab es noch einige Einwände und Anregung von Trägern öffentlicher Belange abzuarbeiten. Die Untere Wasserrechtsbehörde des Landkreises etwa forderte, die Sickerschächte für den Bereich des wild abfließenden Wassers durch Rigolen zu ersetzen. Das sei erforderlich, um eine flächige Versickerung zu gewährleisten. Schulze meinte dazu: «Die Oberflächenentwässerung der Poststraße selbst erfolgt durch eine direkte Einleitung in die Singold.» Der Einbau einer Rigole werde in die Planung aufgenommen.

Das Landratsamt regte zudem an, bei den Einmündungen sogenannte Sichtdreiecke, also das Blickfeld des Verkehrsteilnehmers, einzuzeichnen. Dort seien Anpflanzungen und Bebauungen, die höher als 80 Zentimeter sind, unzulässig. Das sei nicht notwendig, erklärte der Bürgermeister. Des geringen Verkehrsaufkommens wegen. Zudem handle es sich bei den Wegen, die in die Poststraße einmünden, nur um landwirtschaftliche Zufahrten.

Vom Wasserwirtschaftsamt kamen Bedenken, dass sich im Süden der Baugrundstücke Altlasten befinden könnten. Die Grundwasserstände seien zudem hoch und dementsprechend im Plan zu berücksichtigen. Schulze informierte sich im Vorfeld der Sitzung beim Landratsamt. Mit dem Ergebnis, dass sich innerhalb des Bebauungsplans keinerlei Altablagerungen befinden. Die angesprochenen Verdachtsflächen liegen weiter südlich und hätten daher keinen Einfluss auf die Bauleitplanung.

Notwendige Ausgleichsflächen

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wies die Gemeinde daraufhin, dass im Baugebiet an der Poststraße auf Ausgleichsflächen verzichtet werden könnte - weil dort ohnehin eine öffentliche Streuobstwiese angedacht ist. Schulze war diesbezüglich jedoch skeptisch. Man habe sich bei den Planungen nach dem Leitfaden «Bauen im Einklang mit Natur und Landschaft» gerichtet.

Er habe daher bei der Unteren Naturschutzbehörde nachgehakt. «Und dort hieß es, wir brauchen Ausgleichsflächen, weil die Fläche bewirtschaftet und der Grundwasserstand recht hoch ist.» Verzichtet werden könne darauf nur im Fall von Ödland.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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