Bergweltcenter
Baubeginn, sobald der Schnee weg ist

Vor Weihnachten passiert wohl nichts mehr auf dem Hößgelände. «Aber wenn der Schnee weg ist, beginnen wir mit den Bauarbeiten», sagt Bauherr Harald Burkhart aus Meitingen. Mitte des Jahres, schätzt Burkhart, soll das Bergweltcenter jedenfalls gut sichtbar sein. Beim Abbruch der alten Gebäude hat man länger gebraucht, der Winter kam früh und eine Bodenprüfung war auch notwendig. So begründet Burkhart im Gespräch mit unserer Zeitung, warum es mit dem ursprünglichen Ziel, noch vor dem Winter zu starten, nichts wurde. Allerdings baue man ohnehin viel mit Fertigteilen. So werde man zügig vorankommen, sobald das Wetter günstiger sei. Freilich: Wie bereits berichtet, ist insgesamt mit einer Bauzeit von mindestens 18 Monaten zu rechnen.

Über das in der Stadt kursierende Gerücht, er habe die Flächen nur planiert, um sie besser weiterverkaufen zu können, lacht Burkhart: «Klar. Man kriegt immer Angebote bei so einem Grundstück», sagt der Bauherr: «Daran sieht man ja nur, dass wir am richtigen Platz sind». Es gebe tatsächlich Interessenten für die Fläche. Aber ein Weiterverkauf sei «im Moment überhaupt nicht geplant». Dass man die Flächen jetzt gut sehen könne, erleichtere die Suche nach Mietern. Laut Burkhart sind 70 Prozent der Fläche vergeben. Größter Mieter und Magnet soll der Drogeriemarkt Müller werden. Daneben sucht Burkhart «nicht fünf, sechs kleinere - sondern lieber ein bis zwei größere Mieter.»

Müller, bislang am Bräuhausplatz beengt und nicht mit dem in Städten dieser Größe inzwischen üblichen Sortiment ausgestattet, werde im neuen Bergweltcenter rund 1800 Quadratmeter belegen - auf zwei Etagen mit Rolltreppen. Diese Dimension, meint Burkhart, werde Immenstadts Einzelhandelsentwicklung deutlich voranbringen. Neben den Geschäftsflächen sind auch Büros oder Ärztepraxen vorgesehen - Burkhart spricht von 3500 Quadratmeter im vorderen und 900 Quadratmeter im hinteren Teil des Areals, wo auch Wohnungen entstehen sollen.

Der Bahnhof ist von Investor Franz-Josef Bietsch saniert und wiederbelebt. Burkhart will auf dem Hößareal loslegen.

Eine gemeinsame Entwicklung beider Flächen und des Doblergeländes aus einer Hand, wie es Bürgermeister Armin Schaupp ursprünglich ins Auge gefasst hatte, wird es zwar nicht geben. Seine «Vision - die Sanierung und Neuordnung des Bereichs durch Privatinvestoren möglichst ohne Zuzahlung der Stadt», sei aber zu zwei Dritteln bereits gelungen, sagt der Bürgermeister: Die Frage, ob dies durch einen oder mehrere Investoren erfolgt, sei nicht von Belang. Laut Bauamtsleiterin Julia Jedelhauser laufen Gespräche zwischen der Stadt, Burkhart und Dobler mit dem Ziel, den Bereich koordiniert weiterzuentwickeln. Burkhart sieht für den gesamten Bereich ein Investitionspotenzial von rund 12 Millionen Euro. Offen ist laut Burkhart auch noch, ob neben einem inzwischen vorgesehenen Tiefgaragendeck ein weiteres möglich ist.

Ist das Hößareal bebaut, könne man auch die von der Einzelhändlerinitiative Impuls geforderte Umgestaltung der Bahnhofstraße angehen, hieß es 2008 aus dem Rathaus. Inzwischen kann dies laut Schaupp nach der neuen Finanzstrategie des Stadtrats nur dann realisiert werden, wenn dadurch die Stadt ihre selbst gesetzte «Verschuldungsobergrenze» von 35 Millionen Euro nicht überschreitet. Der Planungsprozess läuft laut Schaupp im Rahmen des Programms «Aktive Orts- und Stadtteilzentren».

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