Wohngebiet
Baubeginn am Erasmusweg in Kaufbeuren

Die Sonne schien, Vögel zwitscherten, die alte Momm-Villa bot die würdige Kulisse: Gerhard Schlichtherle vom Buchloer Bauträger Acredo Bau hätte sich gestern keinen angenehmeren offiziellen Baubeginn für das Wohngebiet am Erasmusweg wünschen können.

Vor zahlreichen Gästen zeigte er sich erleichtert, dass nun – mit einigen Monaten Verspätung – endlich Spatenstich gefeiert werden konnte. Denn es mussten mehrere Hürden im Bereich des Schall- und Naturschutzes übersprungen werden, um das Wohnbaugebiet in Nachbarschaft des Holzbaubetriebes Espermüller und in unmittelbarer Nähe zum biotopgesäumten Mühlbach verwirklichen zu können.

'Jetzt sind wir perfekt gerüstet, und der termingerechten Umsetzung steht nichts mehr im Weg', so Schlichtherle. Dafür dankte er zahlreichen Partnern, unter anderem der Stadtverwaltung. Ein großer Teil der Wohneinheiten sei verkauft.

In zwei Bauabschnitten werden in den kommenden zwei Jahren auf dem ein Hektar großen ehemaligen Momm-Areal 36 Wohneinheiten, verteilt auf zehn Doppelhaushälften mit je 180 Quadratmetern Wohnfläche und 26 Wohnungen von 60 bis 226 Quadratmetern Wohnfläche, entstehen – im 'edlen Bauhaus-Stil und für gehobene Ansprüche', wie es heißt. Teil eins soll im Sommer nächsten Jahres bezugsfertig sein. Der zweite Abschnitt wird laut Schlichtherle im kommenden Jahr begonnen und Mitte 2014 an die Eigentümer übergeben.

Das komplette Wohngebiet soll aus einem eigenen Nahwärmesystem mit einer zentralen Pellets-Heizung versorgt werden. 'Absolut CO2-neutral', so Markus Romer vom Unternehmen Dorr Energie, das die Anlage konzipiert hat. Über bereits unterirdisch verlegte Leitungen werden die einzelnen Häuser mit Wärme für die Fußbodenheizung und das Brauchwasser versorgt.

Weniger Heiztechnik in den Häusern bedeute dort auch mehr Platz, so Schlichtherle. Die Energie komme aus heimischen Rohstoffen und verursache nur rund 70 Prozent der sonst üblichen Heizkosten.

Angesichts der öffentlichen Diskussionen um Flächenverbrauch im Außenbereich lobte Oberbürgermeister Stefan Bosse das Konzept, mit dem das ruhige Wohnen mitten in der Stadt möglich gemacht werde. 'Von solchen Vorhaben wünschen wir uns mehr', sagt er – wohl wissend, dass Baugebiete dieser Art nicht überall in der Stadt zu verwirklichen seien. In Kürze, freute sich Bosse, sollen auch die aus Sicherheitsgründen gefällten kranken Bäume im Umfeld der Villa nachgepflanzt werden, was dem Momm-Park seinen Charakter wiedergeben werde.

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