Kaufbeuren
Bahnhof soll sicherer und sauberer werden

«Der Bahnhof ist ein Treffpunkt und die Visitenkarte Kaufbeurens», erklärte Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse. Deshalb habe Kaufbeuren eine Ordnungspartnerschaft mit der Deutschen Bahn (DB) geschlossen, um in Zukunft am Bahnhof enger zusammenzuarbeiten. «Es ist die erste Partnerschaft zwischen der DB und einer Kommune in Schwaben», so Hans-Joachim Plachta, Leiter Bahnhofsmanagement des DB-Tochterunternehmens «Station und Service», gestern bei der Vertragsunterzeichnung im Rathaus. So soll es am Bahnhof zum Beispiel künftig gemeinsame Streifen von Bahnschutz und dem Sicherheitsdienst der Stadt geben.

Kritik von Bürgern

Immer wieder hatten sich Bürger an die Stadt gewandt und mangelnde Sicherheit und Sauberkeit moniert. «Dem will die Stadt auch Rechnung tragen», versicherte Bosse. Bereits jetzt gebe es schon Vereinbarungen mit Unternehmen des öffentlichen Personennah- und -regionalverkehrs: «So konnten beispielsweise am Busbahnhof am Plärrer durch den verstärkten Einsatz von Ordnungskräften und das Personal der Sauberen Stadt' deutliche Verbesserungen erreicht werden», berichtet der zuständige Referatsleiter Dr. Gert Peter Strunk.

Bereits 2006 hatten der Bund und die DB «eine Ordnungspartnerschaft zur Intensivierung ihrer Zusammenarbeit im Interesse der Inneren Sicherheit und der Sicherheitsvorsorge der DB» vereinbart. Die Vereinbarung war damals in Europa die erste Kooperation zwischen staatlichen Stellen und der Privatwirtschaft auf dem Gebiet der Sicherheit zum Schutz der Bürger. Strunk führte nun die Gespräche mit der Bahn, die zur ersten Kooperation in Schwaben führte. Bislang endete nämlich die Zuständigkeit der Stadt am Bahnhof - oder außerhalb dessen jene der DB. Mit der Partnerschaft werden die Grenzen fließend. Ein besserer Informationsaustausch soll etwa die Sauberkeit verbessern. Denn in der Stadt ist zwar bekannt, wann etwa Schüler und Pendler aus oder zum Bahnhof strömen und somit gehäuft Unrat auf dem Gelände anfällt.

Doch die Reinigungstrupps der DB waren zu anderen Zeiten unterwegs, sodass der Anblick oft nicht erbaulich war. «Reinigungs- und Verschmutzungsintervalle waren nicht deckungsgleich», beschrieb der OB den bisherigen Zustand.

Das soll sich nun genauso ändern wie die Sicherheit. So will die DB ihre «Bestreifung» durch den Bahnschutz erhöhen, kündigt Plachta an. Zudem soll es gemeinsame Streifen mit dem städtischen Ordnungsdienst geben. «Mit zusätzlichen Arbeitskreisen und Informationen wollen wir Sicherheits- und Ordnungsproblemen vorbeugen», erläutert Plachta. «Unser Ziel ist mehr Sicherheit und Sauberkeit am Bahnhof», fasste Bosse die Ordnungspartnerschaft zusammen.

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