Marktoberdorf
Baden am «Ette» soll noch mehr Spaß bereiten

Der Ettwieser Weiher zählt vor allem im Sommer zu den Publikumsmagneten Marktoberdorfs. Selbst aus weiterem Umkreis fahren Badegäste heran, um dort schöne Stunden zu erleben. Und trotzdem gibt es einige Punkte, die alles andere als attraktiv sind. Diese aufzuzeigen und Überlegungen für die Umgestaltung des Naturbades aufzuzeigen, war Aufgabe eines Büros für Garten- und Landschaftsplanung. Der Bauausschuss diskutierte am Montag über die Vorlage. Quintessenz des Ganzen: Schön, aber wegen der Kosten wahrscheinlich derzeit nicht zu realisieren.

Das Areal soll in drei Bauabschnitten, verteilt über mehrere Jahre, verändert werden. Als «das mit Abstand Wichtigste» stellte Stadtbaumeister Peter Münsch die Erneuerung des Ablaufs, des Mönchs, heraus. Weil der vor Kiosk und Umkleide liege, böte sich an, im Zuge dessen gleich den ersten Bauabschnitt zu verwirklichen.

Der umfasst den Bereich zwischen Liegewiese und Umkleidekabinen. So sollen der Bereich der Fahrradabstellplätze ausgeweitet und die Wertstoffcontainer umgesetzt werden. Auch die Wege sollen neu gestaltet und die Fläche vor dem Kiosk ausgeweitet werden.

Badegäste mit unterschiedlichen Bedürfnissen

Kernpunkt ist jedoch der Uferbereich. Bei der Umgestaltung sollten die Ansprüche der Besucher berücksichtigt werden: «Ein Teil will zügig schwimmen, andere Gruppen wollen spielen und planschen, wieder andere wollen sich ausruhen und sonnen», erklärte Rudolf Linke vom Büro «Forum 2» aus Kißlegg.

Das jetzt eher geradlinige Ufer soll eine naturnahe, geschwungene Form erhalten. Umfasst wird es derzeit von einer maroden Betonmauer mit einer Abdeckung aus Waschbeton. Das berge Gefahren. Die Mauer soll zwar bleiben, aber nur etwa 20 Zentimeter aus dem Wasser ragen und damit den Einstieg erleichtern. Unterbrochen werden soll der Verbau durch Natursteinquader.

Gegenüber dem Kiosk ist eine Art Seebühne in den Weiher hineingeschoben und über eine Bogenbrücke mit der Liegewiese verbunden. Gedacht sei auch an die Behinderten, betonte Linke. Sie könnten künftig mittels eines Lifts selbstständig ins Wasser gelangen.

Kosten von insgesamt etwa 650000 Euro

Im zweiten Bauabschnitt soll der Nichtschwimmerbereich und im dritten die Fläche bei den Spielplätzen verändert werden. Die Kosten für die gesamte Maßnahme lägen nach groben Schätzungen bei insgesamt 650000 Euro, davon sei knapp die Hälfte für den ersten Bauabschnitt zu kalkulieren.

Zwar gingen die Mitglieder des Bauausschusses in der Diskussionsrunde schon sehr ins Detail, begaben sich jedoch angesichts der Kosten bereits wieder etwas auf den Rückzug. Bürgermeister Werner Himmer warf bei der Gelegenheit ein, dass, wenn die Stadt Geld in die Hand nehme und das Gelände aufwerte, auch wieder das Thema Parkgebühren auf den Tisch gehöre.

Doch das ist Zukunftsmusik. Der Planer bekam vorerst den Auftrag, die Änderungswünsche in das Konzept einzuarbeiten und genauere Kosten zu ermitteln. Lägen die vor, sei - vorausgesetzt, der Stadtrat stimmt zu - die Umsetzung des ersten Bauabschnitts im Winter 2010/11 denkbar.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen