Straßenbauprojekte im Allgäu
Special Straßenbauprojekte im Allgäu SPECIAL

Straßenausbau
B12 zwischen Kempten und Buchloe: Nicht alle pochen auf vier Spuren

Er gilt als wichtigstes Straßenbau-Projekt Südschwabens: Der vierspurige Ausbau der B12 zwischen Kempten und Buchloe (Ostallgäu). Doch der Startschuss für das 265 Millionen Euro teure Vorhaben steht in den Sternen.

Denn nur wenn das Projekt im neuen Bundesverkehrswegeplan als "vordringlich" rangiert, können die Bagger rollen. Die auf 15 Jahre ausgelegte Rangliste wichtiger Straßenbauprojekte soll im November als Entwurf vorliegen. Doch das ist nicht die einzige Hürde für die Aufwertung der viel befahrenen Trasse,

Denn während hochrangige Politiker das Projekt befürworten, gibt es in der bayerischen Bauverwaltung offenbar erhebliche Zweifel an der Maßnahme. Das ist zumindest die Einschätzung von Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse (CSU). "Die Oberste Baubehörde in München sieht den dreispurigen Ausbau als ausreichend an. Von dort haben wir keine Unterstützung mehr." Die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) bestätigt diese Einschätzung. Bosse und Zinnecker pochen deshalb auf die Zusage von

Druck machen – das ist aus Sicht der Obersten Baubehörde aber gar nicht nötig. Denn sie steht nach eigenen Angaben zum vierspurigen Ausbau. Sowohl der Abschnitt Kempten–Kaufbeuren als auch die Fortführung Kaufbeuren–Buchloe sei als dringlich angemeldet worden. "Dazu gibt es auch einen Kabinettsbeschluss, und der ist für uns bindend", sagt ein Mitarbeiter der Behörde. Die Dreispurigkeit (2+1) habe man nur als zusätzliche Sofortmaßnahme gebaut, um punktuell für Entlastung zu sorgen.

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Auch Thomas Kreuzer, CSU- Fraktionschef im Bayerischen Landtag, lässt am vierspurigen Ausbau nicht rütteln. "Das wurde so beschlossen und auch so angemeldet." Nun gelte es, in Berlin mit Nachdruck auf die Bedeutung dieses Projektes hinzuweisen. Grundlage für die Bewertung aller eingereichten Straßenbauprojekte sind unter anderem die Verkehrsprognosen bis zum Jahr 2030. Bei der jüngsten Zählung 2010 wälzten sich etwa an Kaufbeuren täglich 17.785 Fahrzeuge vorbei.

Dass der Verkehr und die schweren Unfälle zwischen Buchloe und Kempten viele Allgäuer belasten, wurde vor zwei Jahren deutlich: Damals forderten 6.000 Menschen den vierspurigen Ausbau der B12.

Einen Kommentar von Markus Raffler zum Ausbau der B12 lesen Sie in der Donnerstagsausgabe unserer Zeitung vom 17.09.2015 auf der Allgäu-Rundschau.

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