B12-Ausbau: Der Freistaat macht Zusage

Kaufbeuren/Germaringen | avu | Der Ausbau der B12 zwischen Kaufbeuren und der Anschlussstelle Obergermaringen soll im kommenden Jahr beginnen. Diese Zusage machte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in einem Schreiben an Oberbürgermeister Stefan Bosse. Trotz der knappen Mittel, die der Bund für den Um- und Ausbau der Bundesfernstraßen zur Verfügung stelle, werde der Freistaat in den Jahren 2009 und 2010 rund 1,6 Millionen Euro in diesen Abschnitt investieren, so Herrmann. Mit einem dritten Fahrstreifen würden damit auch in diesem Abschnitt zusätzliche Überholmöglichkeiten geschaffen.

Langfristig soll die Bundesstraße komplett auf drei Spuren verbreitert werden. Das große Ziel Bosses ist aber immer noch ein vierspuriger Ausbau. Auch dazu enthält der Brief Herrmanns eine deutliche Aussage: Die B12 zwischen der A96 und Kaufbeuren sowie zwischen Kaufbeuren und Kempten werde Zug um Zug ausgebaut - «im ersten Schritt dreispurig, im zweiten Schritt sogar vierspurig». Dies setzte allerdings voraus, dass der Bund dieses Vorhaben als vordringlich einstuft. Der Freistaat wolle den vierspurigen Ausbau auf jeden Fall bei der nächsten Fortschreibung des Bedarfsplans zur Bewertung anmelden. Dieser soll im kommenden Jahr überprüft werden; der Bund entscheidet dann über eine Fortschreibung.

«Damit wird unsere Strategie, über den drei- auch den vierspurigen Ausbau zu erreichen, erstmals bestätigt», so der Kaufbeurer Wirtschaftsreferent Siegfried Knaak.

Bereits im August war die Ausbaustrecke nördlich von Jengen für den Verkehr freigegeben worden. Wann genau der 2,4 Kilometer lange Bauabschnitt zwischen dem Kreisverkehr Kaufbeuren und der Anschlussstelle Obergermaringen im kommenden Jahr gebaut wird, ist aber noch nicht ganz klar. Laut Thorsten König, Abteilungsleiter Ostallgäu beim Staatlichen Bauamt in Kempten, wird bis Anfang des Jahres 2009 ein Planungsvorentwurf bei der Regierung von Schwaben eingereicht. Die Genehmigung stelle dann die haushaltsrechtliche Grundlage dar.

«Baurechtlich gibt es aber kein Problem, da wir auf eigenem Grund bauen», so König. Sollten tatsächlich im nächsten Jahr die Bagger anrollen können, rechnet er mit einem Beginn im Herbst. Der Straßenabschnitt bekommt dann einen dritten Fahrstreifen, der jeweils von Süden und von Norden zur Mitte der Ausbaustrecke führt. Der Überholdruck hinter langsamer fahrenden Lastwagen nehme dadurch ab, so König. Läuft alles wie geplant, könnte dieser Abschnitt im Sommer 2010 abgeschlossen werden.

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