Porträt
Ausstellung der Allgäuer Claudia Dannebauer und Tobias Milz

Ein Bär ist ihnen beim Campen in Kanada begegnet und mitten im Australischen Outback ist die Kupplung kaputt gegangen, 700 Kilometer von der nächsten Werkstatt entfernt. Doch das waren eigentlich auch die einzigen brenzligen Situationen, an die sich Claudia Dannebauer und Tobias Milz erinnern. Rund sechs Jahre sind die beiden Westallgäuer mit Unterbrechungen unter anderem durch Neuseeland, Australien, Indien und Kanada gereist.

Erzählen die beiden von ihren Reisen schwingt immer eine Leichtheit mit, die ansteckend ist. «Wirklich etwas schlimmes ist uns nie passiert», sagt Dannebauer aus Lindenberg. 28 Bilder von ihren Reisen sind unter dem Titel Weltbilder noch bis Ende Mai in der Cafeteria des Caritas Seniorenheims in Lindenberg zu sehen.

«Ich war 2004 mit Studieren fertig und wollte einfach erst einmal etwas machen», erzählt die 29-Jährige vom Anfang ihrer Reisen. Sie haben gespart, sich darauf vorbereitet und dann ging es los nach Neuseeland. «Das Land das am weitesten weg ist von Deutschland», sagt die zierliche junge Frau mit strahlenden Augen.

Ein Jahr waren sie am anderen Ende der Welt unterwegs, danach ging es über Asien wieder nach Hause. Doch nicht für lange. Kaum ein Vierteljahr später, steckten die beiden schon wieder in den Vorbereitungen für die nächste Reise. «Wenn man einmal damit angefangen hat, ist es schwierig wieder aufzuhören», sagt Dannebauer und grinst. Wirkliches Heimweh packt die Beiden auf ihren Reisen selten. Doch ein paar Dinge gibt es schon, die sie unterwegs vermissen. «Käse, richtiges Brot und vor allem natürlich unsere Familie und Freunde», sagt Tobias Milz aus Ellhofen. Doch zumindest bei einer Sache konnten die beiden erfinderisch Abhilfe schaffen. «Im australischen Outback hatten wir einen speziellen Topf, in dem wir selbst über dem Feuer frisches Brot gebacken haben», erzählt der 33-Jährige.

Keinen Alltag

Immer wieder stellte das Leben unterwegs die beiden vor Herausforderungen. Doch genau das gefällt Claudia und Tobias. «Man hat keinen Alltag, jeder Tag ist anders und man trifft ständig neue Menschen», schwärmt Dannebauer.

Über die Jahre haben sie so auch Kontakte mit Menschen aus aller Welt geknüpft. «Das Schöne ist, man trifft sich immer wieder», sagt die junge Frau und Tobias Milz ergänzt. «So hat uns zum Beispiel ein Freund aus Australien in Kanada vom Flughafen abgeholt.»

Ihre Reisen finanzieren sich die beiden teils von Erspartem, doch auch unterwegs arbeiten die beiden immer wieder, und sei es nur für Kost und Logis. So haben sie schon in Neuseeland Kiwis gepflückt, in Kanada bei einer Fischerei gearbeitet oder auf einer Farm Brokkoli und Salate gepflanzt.

«Man kann auch sehr einfach leben», haben die beiden gelernt. Und so waren sie oft mit Auto und Zelt unterwegs, haben gecampt und über dem Feuer gekocht.

Auch wenn sie ihre Zeit zurück im Allgäu genießen, die Pläne für weitere Reise gehen den beiden nicht aus. «Auf dem Landweg nach Australien, Afrika oder von Kanada nach Feuerland», sprudelt es aus den beiden nur so heraus.

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