Fuchstal
Ausschließlich kritische Stimmen

Hohe Wellen geschlagen hat der Vorstoß des Fuchstaler Schulverbandes, den Unterricht 20 Minuten später beginnen zu lassen, um den Schülertransport zu verbessern und kostengünstiger zu gestalten (wir berichteten). An einem Informationsabend in der Fuchstalhalle nahmen über 100 Eltern teil. In knapp 40 Redebeiträgen wurden mit einer einzigen Ausnahme ausschließlich Kritik und Ablehnung vorgetragen.

Zu Beginn hatte Schulverbandsvorsitzender Erwin Karg aufgezählt, welche Gespräche man seit einem ersten Grundsatzbeschluss im November 2008 unter Einbeziehung von Elternvertretern und Schulleitung geführt habe. Nicht weit kam Gerhard Schmid bei der Vorstellung der einzelnen Buspläne. Bereits nach der ersten Folie seiner Präsentation beherzigten zahlreiche Eltern die Aufforderung von Karg, auf keinen Fall ihre Bedenken unausgesprochen mit nach Hause zu nehmen. So wurde von den Eltern die Eignung des «RVO» für den Transport der Schulkinder bezweifelt, auch wenn Schmid erklärte, dass das Unternehmen täglich 8000 Schüler befördere.

Diese Bedenken betrafen die kalkulierten Fahrzeiten ebenso wie den Umstand, dass auch fremde Personen in den Linienbussen mitfahren und somit die Sicherheit der Kinder gefährdet sei.

Lange Wartezeiten

Geäußert wurde die Befürchtung, dass man bereits nach vier Wochen Laufzeit feststelle, dass sich die Vorgaben nicht einhalten lassen und man den Unterrichtsbeginn dann auf 8.30 Uhr verlegen müsse. Beanstandet wurden zudem die zum Teil langen Wartezeiten auf die Linienbusse nach Unterrichtsschluss, die Beeinträchtigungen beim Biorhythmus der Kinder und die Verkürzung des für andere Aktivitäten offen stehenden Nachmittags.

Wenig Beachtung fand die Vorgabe, auf die Unterdießens Bürgermeister Dietmar Loose verwies: Man erbitte lediglich die Zustimmung für einen einjährigen Testlauf, meinte er.

Zu Wort kamen auch die Elternbeiräte der beiden betroffenen Schulen. Regina Wölfl, Gesamtvorsitzende des Fuchstaler Elternbeirats, erklärte, man werde nicht für 600 Eltern entscheiden, sondern zunächst das Ergebnis der Befragung abwarten. Michael Rauscher, im Gremium für den Bereich Grundschule zuständig, betonte, er befürchte vor allem Konsequenzen für Familien mit mehreren Kindern. Für die Schüler, die nicht mit dem Bus unterwegs sind, könne er überhaupt keine Vorteile entdecken.

Pädagogische Probleme

Klar gegen den Vorschlag ausgesprochen haben sich die Elternbeiräte der Grundschule Denklingen. Der stellvertretende Vorsitzende Reinhold Quast erklärte, für sie ständen pädagogische Probleme im Vordergrund. So sei die Zeit zwischen Ankunft der Busse und Schulbeginn zu knapp bemessen. Zudem gerieten die Kinder durch die verlängerte Verweildauer in der Schule immer mehr an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.

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