Fortbildung
Ausländeramt muss freundlicher werden

Ausländer fühlten sich von einzelnen Mitarbeitern des Ausländeramts «drangsaliert und schikaniert», hieß es wie berichtet kürzlich im Integrationsbeirat der Stadt. Verschiedene Organisationen kritisierten anschließend den Umgang der Kemptener Behörde mit Migranten. Auf die Vorwürfe wird nun reagiert: Fortbildungen sind für einige Mitarbeiter vorgesehen.

Nach einem << klärenden Gespräch >> haben die Stadt und der Integrationsbeirat eine gemeinsame Presseerklärung verfasst. Demnach sei festgestellt worden, dass die ausländerrechtlichen Entscheidungen juristisch << in aller Regel >> nicht zu beanstanden seien. Allerdings wurde zum persönlichen Umgang mit Betroffenen angemahnt, dass nicht immer einfühlsam und verständnisvoll auf die jeweilige Situation der Ausländer eingegangen werde.

Kommunikationsprobleme seien zum einen auf die Komplexität der Rechtsvorschriften, zum anderen auf die spezifischen Anforderungen im Umgang mit fremden Kulturen und Sprachen zurückzuführen.

Dazu wurde festgelegt, dass die Beschäftigten der Verwaltung mit häufigerem Kontakt zu Ausländern und Personen mit Migrationshintergrund an einem Fortbildungsangebot teilnehmen werden.

Außerdem soll künftig ein intensiverer Austausch zwischen Verwaltung und Personen der Migrationsberatung gepflegt werden. Damit könnten weitere Barrieren abgebaut werden. Zudem werde der Wegweiser für Migranten und Hinweise auf andere Institutionen aufsuchenden Ausländern mitgegeben.

Die Beteiligten waren einig, dass die rechtlichen Grundlagen zu beachten seien. Mögliche Ermessensspielräume seien aber im Sinne der Menschlichkeit wohlwollend für den Betroffenen zu nutzen.

Allgemein regte Stadtrat Siegfried Oberdörfer als Vorsitzender des Integrationsbeirats ein umfassendes Integrationskonzept für alle Bereiche städtischen Handelns an.

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