Immenstadt / Kempten
Ausgesetztes Baby: Mutter gefunden

Die Polizei hat die Mutter des vor fast einem Monat in Immenstadt ausgesetzten Babys gefunden. Der entscheidende Hinweis für die Kriminalpolizei Kempten kam von einer Frau, die die Beamten am vergangenen Freitag auf eine Beschäftigte in einem Oberallgäuer Gastronomiebetrieb aufmerksam machte.

Die 21-jährige Mutter gab zu, dass sie das Kind am 8. August in ihrer Wohnung zur Welt gebracht und tags darauf in der Nähe des Immenstädter Krankenhauses abgelegt hatte. Dort wurde der Kleine von zwei Jugendlichen gefunden und gerettet. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die Frau nach der Geburt mit der Situation überfordert war. Der vermutliche Vater des Kindes, der das Allgäu vor längerer Zeit verlassen hatte, soll weder von der Schwangerschaft noch von der Aussetzung gewusst haben. Nach bisherigen Angaben wusste auch keiner aus dem näheren Umfeld der 21-Jährigen von der Geburt. Um ihre Angaben zu bestätigen, wird die DNA der Mutter mit den Spuren verglichen, die auf der Decke gefunden wurden, in die das Kind eingewickelt war.

Die Staatsanwaltschaft Kempten ermittelt gegen die Frau. Die Aussetzung eines Kindes oder eines Schutzbefohlenen werde laut Strafgesetzbuch mit einem Strafmaß von einem bis zu zehn Jahren Haft geahndet, so Polizeisprecher Christian Owsinski. Das Findelkind hat den vorläufigen Namen Clemens Müller bekommen. Der kleine Bub befindet sich derzeit wohlbehalten in der Pflegefamilie, die ihn vor Kurzem aufgenommen hat.

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