Ostallgäu
Ausgeklügeltes System soll Inferno verhindern

Es ist fast zehn Jahre her, dass bei einem Brand im Pfändertunnel ein 22-jähriger Fahrzeuginsasse ums Leben kam. In den Köpfen der Straßenplaner allerdings hat sich diese Katastrophe tief eingebrannt. «Völlig ausschließen lässt sich so ein Inferno nie», sagt Michael Kordon, Leiter der Autobahndirektion Südbayern (Dienststele Kempten) nüchtern.

Und dennoch: Wenn am 1. September die letzte A7-Lücke zwischen Füssen und Nesselwang (Ostallgäu) geschlossen wird, können Autofahrer auf ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem im 1270 Meter langen Grenztunnel Füssen sowie im nahen Tunnel Reinertshof (650 Meter) bauen.

Brandmeldekabel an der Tunneldecke alarmieren bei Feuer oder Rauchentwicklung sofort Polizei und Rettungsleitstelle. Parallel wird die ständig besetzte Autobahmeisterei Memmingen eingebunden, die die Lage vor Ort durch Videoüberwachung und Sichttrübemessung näher bewerten kann. Vollautomatisch erfolgen die weiteren Schritte: Die sofortige Sperrung des Tunnels und die Warnung des nahenden Verkehrs - «und das bis zu 15 Kilometer vorab», so Kordon. Hinzu kommen etwa Löschwasserreservoirs und LED-beleuchtete Fluchtwege. Rund fünf Millionen Euro wurden in das Verkehrsleitsystem investiert, das auch bei Schneeglätte oder Stau reagiert: Drängt sich nach dem Grenztunnel der Verkehr, drosseln auf deutscher Seite flexible Schilder das Tempo, zudem wird auf Blockabfertigung umgestellt.

Vor dem A7-Lückenschluss am 1. September müssen Autofahrer in Richtung Süden mit Behinderungen rechnen: Ab 10. August wird der Verkehr ab Anschluss Oy-Mittelberg über Nesselwang geleitet.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen