Coronavirus
Ausgangsbeschränkung und Quarantäne im Allgäu: Was droht bei Verstößen?

Ausgangsbeschränkung und Quarantäne im Allgäu: Was droht bei Verstößen?
  • Ausgangsbeschränkung und Quarantäne im Allgäu: Was droht bei Verstößen?
  • Foto: Matthias Becker
  • hochgeladen von Lisa Hauger

Update vom 31.03.2020 um 11:15 Uhr: 
Die Bayerische Staatsregierung hat nun auf ihrer Webseite einen Bußgeldkatalog "Corona-Pandemie" veröffentlicht. Hieraus wird ersichtlich, wie hoch die Bußgelder in Bayern bei konkreten Verstößen gegen die Corona-Bestimmungen sind. Ein Blick hinein lohnt sich, denn es kann teuer werden:

So drohen Ladenbesitzer, die ohne Erlaubnis ihr Geschäft öffnen, ein Bußgeld in Höhe von 5.000 Euro. Hält man, beispielsweise als Spaziergänger, den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht ein, so drohen einem 150 Euro Bußgeld. 

Hintergrund: 
Derzeit gibt es für die Menschen in Bayern aufgrund der aktuellen Corona-Lage einige Einschränkungen. Wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West am Montag mitgeteilt hat, halten sich die meisten Allgäuer an die neuen Regeln. 

Doch was passiert eigentlich, wenn man die derzeitigen Maßnahmen missachtet? All-in.de hat bei Holger Stabik, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, nachgefragt. Wann droht welche Strafe? 

Verstoß gegen Ausgangsbeschränkung

Der Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Missachtet ein Bürger im Allgäu diese Beschränkung, drohen ihm Bußgelder bis zu maximal 25.000 Euro.  

Die Höhe des Bußgeldes legt der jeweilige Landkreis beziehungsweise die kreisfreien Städte selbst fest, dementsprechend könnte es dort Unterschiede geben. Auch Abweichungen vom Regelfall sind möglich, so Stabik. 

Verstoß gegen Quarantäne

Der Verstoß gegen die Quarantäne ist eine Straftat. Sie wird mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet, erklärt Holger Stabik gegenüber all-in.de. Die Geldstrafe berechnet sich nach Tagessätzen. Die Tagessätze wiederum richten sich nach Höhe des Einkommens der jeweiligen Person. In vorsätzlichen Verstößen kann eine Person auch mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren ohne Bewährung bestraft werden. 

Beispiele: 
Streitet sich eine unter Quarantäne stehende Familie und ein Familienmitglied verlässt aus Wut das Haus, muss die Person mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe rechnen. Wenn eine unter Quarantäne stehende Person mutwillig das Haus verlässt, um die Krankheit weiter zu verbreiten, drohen ihr fünf Jahre Haft.

Coronavirus im Oberallgäu: die aktuelle Lage

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