Viele unbesetzter Ausbildungsstellen
Ausbildungsmarkt im Allgäu weitgehend unbeeinflusst von Corona-Pandemie

Bilanz Ausbildungsmarkt (Symbolbild)
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  • hochgeladen von Eileen Schwaninger

Die Zahl der angebotenen Lehrstellen ist aufgrund der Krise nur leicht zurück gegangen. Laut IHK Schwaben sei bei 60 Prozent der Unternehmen das Angebot an Ausbildungsplätzen 2020 genauso groß wie im Vorjahr gewesen und das trotz zum Teil massiver Umsatzeinbrüche. 16 Prozent boten sogar mehr Ausbildungsplätze an, so die IHK Schwaben.

"Der Fachkräftemangel bleibt für die Unternehmen weiter ein drängendes Thema, dem sie begegnen wollen. Wir müssen alles daransetzen, junge Menschen für die duale Ausbildung zu begeistern. Trotz Corona sind die Perspektiven für Bewerber auch in diesem Jahr sehr gut", sagt Wolfgang Haschner, Leiter des Geschäftsbereiches Berufliche Bildung bei der IHK Schwaben.

Nur leichter Rückgang im Bereich der Arbeitsagentur Kempten-Memmingen

Im gesamten Zuständigkeitsbereich der IHK Schwaben lag die Zahl der tatsächlich abgeschlossenen Ausbildungsverträgen bis Ende Oktober mit -11,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im regionalen Bereich der Arbeitsagentur Kempten-Memmingen fiel der Rückgang geringer aus. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 10,3 Prozent weniger. 

Unternehmen sind nach wie vor auf der Suche

Durch den Lockdown im Frühjahr hat es beim Abschluss der Ausbildungsverträge eine zeitliche Verzögerung gegeben. Im September wurden schwabenweit etwa 1.000 zusätzliche Verträge bei der IHK nachgemeldet. Laut einer Umfrage der Bayerischen Industrie und Handelskammer können sich etwas zwei Drittel der Firmen nach wie vor vorstellen, offene Stellen anderweitig zu besetzen. Zum Beispiel mit Studienabbrechern. 

Vergleichswerte 2019 und 2020

(In Klammern: Vorjahreswert, Änderung in Prozent)

Neue Ausbildungsverträge zum Ende Oktober 2020

  • Kempten und Oberallgäu: 1.184 (1.288, -8,1 Prozent)
  • Memmingen und Unterallgäu: 1.109 (1.255, -11,6 Prozent)
  • Kaufbeuren und Ostallgäu: 801 (916, -12,6 Prozent)
  • Lindau und Bodensee: 315 (342, -7,9 Prozent)
  • Bayerisches Schwaben gesamt: 8.256 (-11,6 Prozent)

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