Marktoberdorf
Aus Marktoberdorf nicht mehr wegzudenken

«Es war für unsere Stadt ohne Zweifel ein Glücksfall, dass vor 25 Jahren die Entscheidung zur Errichtung einer zweiten Bayerischen Musikakademie für Marktoberdorf fiel», sagt Bürgermeister Werner Himmer. Marktoberdorf, so Himmer weiter, wäre heute ohne Musikakademie nicht mehr vorstellbar. Auch Vertreter aus Wirtschaft, Stadtentwicklung und Tourismus sprechen der Akademie eine unverzichtbare Bedeutung zu, die sie nicht nur für für Marktoberdorf, sondern für die Region Süddeutschland erlangt hat. Morgen, Samstag, wird das 25-jährige Bestehen mit einem Konzert in der Stadtpfarrkirche St. Martin gefeiert.

Die Stadt bekannt gemacht

«Sie hat den Namen Marktoberdorf weit über die Grenzen hinaus bekannt gemacht», so Wolfgang Hannig als Vorsitzender des Tourismusvereins. Darüber hinaus bringe die Musikakademie Marktoberdorf eine erkleckliche Anzahl an Übernachtungen. Auch wirtschaftlich habe sie eine große Bedeutung. Noch heute müsse man den Füssenern dankbar sein, die die Akademie nicht in der «Sportstadt» Füssen haben und auch das Hohe Schloss nicht zur Verfügung stellen wollten. Erst dann nämlich kam Ende der 1970-er Jahre das damals leerstehende Schloss (es war 1967 ausgebrannt) in Marktoberdorf für diese Akademie ins Gespräch. Viele hochkarätige Konzerte und weltweit bekannte Festivals - davon profitieren die Marktoberdorfer seit der Einweihung 1984 von dieser bayerischen Einrichtung.

Stärkt den Wirtschaftsstandort

Als Vertreter der heimischen Geschäftswelt spricht auch der Vorsitzende des Aktionskreises, Xaver Martin jun., davon, dass die Akademie mit hohen Ansprüchen und sehr positivem Image verbunden wird. Auch als Arbeitgeber spiele sie eine Rolle und stärke somit den Wirtschaftsstandort. Und der Vorsitzende der Initiative Stadtentwicklung Marktoberdorf (ISM), Franz-Josef Fendt, ist überzeugt, dass die Musikakademie und die gute Arbeit, die dort geleistet wurde und wird, wesentlich zum guten Image Marktoberdorfs beigetragen hat.

Aus Sicht der Projektmanagerin «Mitten in Marktoberdorf, Nicole Becker, floriert eine Stadt nur mit einem gesunden Netzwerk aus Wirtschaft, Finanzwirtschaft, Handel, Politik, Soziales, Sport und Kultur. «Marktoberdorf wird als Kulturstadt benannt, aber bei einigen auch verkannt. Ist es nicht oft so, dass die Juwelen in der eigenen Schublade unterschätzt werden, während man die Nachbarin um ihren Schmuck beneidet?» fragt sie. Die Musikakademie sei mit rund 150 Veranstaltungen im Jahr eine tragende Säule des Kulturlebens und als diese auch über die Landesgrenzen hinweg bekannt.

Ein Werbeträger national und international, aber auch eine wichtige Säule im Kulturleben der Stadt sei die Musikakademie, unterstreicht Bürgermeister Himmer. Möglich sei dies nur durch intensive Bemühungen und persönliches Engagement des damaligen Landtagsabgeordneten und Marktoberdorfer Ehrenbürgers Richard Wengenmeier gewesen. Zudem sei sie ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor, denn die Gäste der Musikakademie frequentierten ja auch die örtliche Gastronomie und den Einzelhandel. «Garanten für die Erfolge unserer Musikakademie» waren Dolf Rabus, seine Nachfolgern Karl Zepnik und Jürgen Schwarz sowie deren engagierte Mitarbeiter.

Konzert statt Festakt

Vor 25 Jahren zog die zweite Bayerische Musikakademie (die erste befindet sich in Hammelburg bei Würzburg, die dritte in Alteglofsheim bei Regensburg) ins barocke Oberdorfer Schloss ein. Statt eines Festaktes haben die Verantwortlichen entschieden, Musik zu diesem Jubiläum sprechen zu lassen (wir berichteten). Darüber hinaus gibt die Musikakademie eine Broschüre heraus, in der die Schlossgeschichte und die Entstehungsgeschichte der Akademie dokumentiert wird. Sie ist morgen, Samstag, beim Festkonzert erhältlich.

Konzertbeginn morgen, Samstag, 20 Uhr in St. Martin.

Unter anderem steht die Uraufführung eines Werkes von Wolfram Buchenberg mit dem Mendelssohn Vocalensemble, dem Jugendchor des Chorverbandes Bayerisch-Schwaben, dem Carl Orff Chor und dem Landes-Jugendjazzorchester Bayern auf dem Programm. Karten gibt es in der Buchhandlung Pötzl, Marktoberdorf, Telefon 08342/40354.

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