Lindenberg
Aus Liebe zur Natur

Wem es möglich ist, der sollte ohne Hast und Eile durch die Fotoausstellung «Erlebniswelt Natur» in der Volksbank-Galerie in Lindenberg gehen. Sollte sie vielmehr als einen besonderen Spaziergang durch die Natur betrachten und damit den Wegen von Willi Pilz, dem Mann hinter der Linse, nachspüren auf seinen unzähligen Exkursionen durch die heimischen Moore und Naturschutzgebiete.

«Willi Pilz ist ein über die Grenzen des Westallgäus hinaus angesehener Naturexperte», stellt Erich Gradek, Direktor der Pflanzenkundlichen Schausammlung Weiler, seinen «verdientesten Mitarbeiter» bei der überaus gut besuchten Ausstellungseröffnung vor. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Sammlung, die Pilz mitbegründet hat, sei die Idee einer Ausstellung entstanden. 170 Exponate aus dem «schier unerschöpflichen Fotoarchiv Pilz» (Gradek) hängen nun in der Volksbank-Galerie.

Ein Stück Lebenswerk

Da füttert ein Dompfaff seine Jungen, Libellen und Schmetterlinge schwirren durch die Luft, kaum bekannte heimische Orchideen können ebenso bewundert werden wie die Alpenflora. Die Ausstellung kann als ein Stück Lebenswerk begriffen werden. Die Natur zu schützen und zu pflegen ist eines der Hauptanliegen im Leben des Willi Pilz.

«Diese Fotografien sind aus Naturliebe schlechthin entstanden», sagt er.

Seit 45 Jahren ist Willi Pilz mit der Kamera unterwegs, um die heimische Flora und Fauna zu dokumentieren und kartieren. Und damit für die Nachwelt festzuhalten, was es vielleicht bald nicht mehr geben wird. «Heute ist eine Pflanzen- oder Tierart noch da; morgen gibt es sie schon nicht mehr», gibt er als eine Motivation für seine Fotoexkursionen an.

Die Bilder sind Zeuge der Naturliebe Willi Pilz. Sie sind mit erkennbarer Geduld und Liebe fürs Detail aufgenommen. «Als normaler Spaziergänger sieht man das gar nicht alles. Da braucht man schon einen besonderen Blick», bewundert auch Bürgermeister Johann Zeh das Werk des 84-Jährigen.

Dieser geht ohne Hast durch die Natur, um Verborgenes zu erschließen und nachwirken zulassen. «Das ist die gebotene Therapie in der Eile dieser Tage», wird der Ausgestellte von Gradek zitiert.

Die Ausstellung mit den Werken von Willi Pilz ist noch bis zum 27. September zu den Schalteröffnungszeiten der Volksbank zu sehen.

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