Berufung
Aufstieg von Thomas Kreuzer in Staatsregierung: Freude und Erwartungen

Mit dem Kemptener CSU-Abgeordneten Thomas Kreuzer (51) ist ein zweiter Allgäuer ins bayerische Kabinett aufgerückt. Die Berufung zum Staatssekretär im Kultusministerium kam überraschend - eigentlich war der bisherige Fraktionsvize zunächst für andere Ämter gehandelt worden. Nichtsdestotrotz freute sich Kreuzer, dass er in die Staatsregierung berufen wurde: «Bildung ist ein sehr wichtiger Teil unseres Lebens und der Politik der Staatsregierung. Gemeinsam mit Minister Ludwig Spaenle werde ich mich mit großem Einsatz dieser Zukunftsaufgabe widmen. Zu meinem Arbeitsgebiet gehört auch der Sport - und der spielt ja im Allgäu eine besondere Rolle.»

Mit dem nach Franz Pschierer zweiten Allgäuer am Kabinettstisch hoffen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sport auf eine weitere Stärkung regionaler Interessen in der Landeshauptstadt. In Vertretung des erkrankten Vorsitzenden der Allgäu GmbH, Gebhard Kaiser, sagte sein Stellvertreter, Memmingens Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger: «Für das Allgäu ist eine starke Stimme in München immer von großer Bedeutung.

Ich bin überzeugt, dass Kreuzer die Belange unseres Raumes in der Regierung engagiert unterstützen wird. Von der Unterstützung der Bildungs- und Hochschuleinrichtungen und der besonderen Förderung der wintersportlichen Höhepunkte reicht da das Spektrum unserer Allgäu GmbH.»

Ähnlich äußerte sich Klaus Fischer, Geschäftsführer der Regionalgeschäftsstelle Allgäu der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben. Gerade die aktuelle Diskussion um die Entwicklung der ländlich geprägten Regionen Bayerns zeige, wie wichtig es sei, jemanden zu haben, der wisse, wie groß die Potenziale zwischen Bodensee und Buchloe seien.

«Wir als Allgäu brauchen keine Almosen von der Staatsregierung. Wir stellen uns im Rahmen der Allgäu GmbH gemeinsam für die Zukunft auf und wollen dabei aber genau so unterstützt werden wie andere Teile Bayerns auch. Dies zu vertreten, erwarten wir von Thomas Kreuzer», so Fischer.

Als «verlässlichen Partner» habe das Handwerk Kreuzer kennen und schätzen gelernt, meinte Hans-Peter Rauch aus Waltenhofen (Oberallgäu), Vize-Präsident der Handwerkskammer Schwaben. Kreuzer sei ein hervorragender Fachmann, Politprofi und ausgewiesener Netzwerker, der unterschiedliche Interessen bündeln und zusammenführen könne.

Er scheue sich auch nicht, heiße Eisen anzupacken, wie er zuletzt als Vorsitzender des Untersuchungsausschusses der Bayern LB unter Beweis gestellt habe. «Ich erwarte von ihm, dass er die Interessen Schwabens und ganz besonders des Allgäus auch am Kabinettstisch vertritt und damit unserer Region in München zusätzliches Gewicht verleiht.»

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Ski-Verbandes, freute sich bei der Nordischen Ski-WM in Oslo mit Kreuzer: «Thomas Kreuzer hat im Zusammenhang mit dem Untersuchungsausschuss zur Bayerischen Landesbank viel Professionalität und Stehvermögen bewiesen und in so einer schwierigen Aufgabe eine tolle Figur gemacht. Ich sehe in ihm jemanden, der um den Wert des Sports weiß, vor allem auch um den des Breitensports.

Ich erhoffe mir, dass wir vonseiten der Sportverbände mit Thomas Kreuzer einen noch offeneren Dialog führen als mit seinem Vorgänger. Dies ist um so wichtiger, da jetzt mit der Olympiabewerbung von München und der Bewerbung Oberstdorfs zur Nordischen Ski-WM 2017 weitere Weichenstellungen folgen.»

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