Arbeitsmarkt
Aufschwung lässt Arbeitslosenquote sinken

Insgesamt 9949 Arbeitslose hat die Arbeitsagentur Kempten im Februar verzeichnet - und damit den zweitbesten Februarwert der vergangenen zehn Jahre. Nur 2008 war die Zahl noch geringer (9722 Arbeitslose). «Ein Rückgang in diesem Monat ist nicht die Regel», sagt der Kemptener Agenturchef Peter Litzka. Die Erwerbslosenquote lag bei 4,0 Prozent - und damit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Januar. Im Februar 2010 lag die Quote noch bei 5,1 Prozent.

Rückgang um 0,3 Prozentpunkte

Positives vermeldet auch die Agentur in Memmingen. Im Wirtschaftsraum Memmingen sank die Quote um 0,3 Punkte im Vergleich zum Januar (3,4 Prozent). «Der regionale Arbeitsmarkt hat sich weiter stabilisiert und die Krise in weiten Teilen überwunden», erklärt Horst Holas, stellvertretender Leiter der Memminger Agentur. Sein Kemptener Kollege Litzka erläutert: «Zu verdanken ist die positive Entwicklung dem konjunkturellen Aufschwung.» Ein weiterer Grund sei zum Beispiel das Saison-Kurzarbeitergeld in der Baubranche.

Bei den Jugendlichen unter 25 Jahren waren im Kemptener Bezirk 1051 erwerbslos - 1,6 Prozent mehr als im Januar. Johann Mühlegg, Sprecher der Kemptener Agentur, erklärt: «Die 2,5- und 3,5-jährigen Ausbildungsgänge endeten im Februar. Nicht alle Auszubildenden wurden übernommen.» Im Vergleich zum Februar 2010 (1659 Arbeitslose) sei die Zahl jedoch deutlich gesunken. Litzka: «Auch die Jugendlichen profitieren vom konjunkturellen Aufschwung.»

Deutlich mehr offene Stellen

Sprunghaft angestiegen ist die Zahl der offenen Stellen im Bereich der Kemptener Agentur. Im Februar waren es 2655 - das sind 18,2 Prozent mehr als im Januar und 70,5 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Etwa die Hälfte der Angebote kommen von Personaldienstleistern, so Mühlegg. «Nach Arbeitskräften suchen auch verstärkt das verarbeitende Gewerbe, das Gesundheits- und Sozialwesen und der Handel.

» Steil aufwärts ging es mit dem Stellenmarkt ebenfalls im Wirtschaftsraum Memmingen. 687 Arbeitsplätze sind hier inzwischen frei - das sind 144 mehr als im Vormonat.

Das Sorgenkind bleiben die Arbeitslosen über 50 Jahre. Im Bereich Kempten machen sie 34 Prozent aus, im Raum Memmingen 35,5 Prozent. Agenturchef Litzka ist überzeugt: «Für diese Gruppe Arbeit zu finden, bleibt eine der Hauptaufgaben.»

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