Auf Safari in Kemnat

Von Hannes Ulbrich | Kemnat 'Hakuna Kemnata' rufen fast 550 Kinder, die täglich von vielen Tieren und Eingeborenen auf dem Gelände der Stadtranderholung unterm Römerturm begrüßt werden. Organisiert wird dieses Ferienprogramm von der Kommunalen Jugendarbeit der Stadt Kaufbeuren.

Zum ersten Mal seit über zwanzig Jahren konnte heuer nicht - wie üblich - am Montagmorgen mit dem Hüttenbau begonnen werden. Der Regen vom Vortag hatte vorerst zum Geländeschutzprogramm gezwungen. Die Kinder sparten ihre Kräfte und Ideen auf, denn nach dem Mittagessen ging es endlich los. 'Das Hüttenbauen macht am meisten Spaß', meint der elfjährige Dominik. Das merkt man. Schon am Dienstag sind alle Hütten fertig und können nun ganz afrikanisch mit Stoffen und Farben verziert werden. 'Die spukende Hütte von Afrika' schreibt die acht Jahre alte Luca in großen roten Buchstaben auf ihr Häuschen. Rundherum hantieren viele kleine Handwerker mit Hammer und Nagel. Klar, dass auch die 55 Betreuer dabei ihre Augen offen halten müssen und alle Hände voll zu tun haben - wenn es nicht gerade so ordentlich zugeht wie in der Hütte des siebenjährigen Max: 'In unserer Hütte muss man die Schuhe ausziehen, wenn man auf den Teppich geht. Dann bleibt's sauber.'

Viele der ehrenamtlichen Helfer haben schon eine Woche vorher das Areal in einen Safari-Park verwandelt. Da gibt es das riesige schwitzende Nilpferd Xaver, bei dem sich die Kinder zwischendurch an einer kühlen Sprühdusche erfrischen können. Oder die Erdmännchen, die mitten auf dem Gelände ihre Höhlen haben. Für die kommenden zwei Wochen haben sie sich ein abwechslungsreiches Programm ausgedacht.

Beliebte Rollenrutsche

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Hannah (9) und Katharina (9) arbeiten schon an einer Übersichtskarte für die Zeitung der Stadtranderholung, die pünktlich zum Elternnachmittag am Samstag erscheinen soll. Außerdem können die Kinder eigene Theaterstücke schreiben und inszenieren, am 'Ratschafatsch' - der Rollenrutsche - den Hang hinunterrollen und an der Feuerstelle viele kulinarische Leckereien zubereiten. Als besonderes Schmankerl gibt es dieses Jahr den 'Tag im Dorf', an dem die Kinder afrikanische Brauchtümer lernen können - etwa Körbe tragen, Stammestänze aufführen oder Brot backen. Auch für die sogenannten 'Big-Macker', die Jugendlichen bis 14 Jahre, wird es nicht langweilig. Sie haben ein eigenes Zelt, Zutritt erst ab zwölf Jahren. Von dort starten die Aktionen für die großen Kinder, zum Beispiel der Bau von Riesenmikados oder schönen Mosaik-Tischen. Müde und zufrieden werden die Kinder am späten Nachmittag von den Safari-Bussen abgeholt und nach Hause gebracht, damit sie auch am nächsten Tag wieder frisch für die Reise in die Steppe sind.

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