Auf die Plätze, fertig - Eis!

Von Manfred Sendlinger
| Lindenberg Totgesagte leben eben doch länger. Allen Widerständen, Widrigkeiten und Unkenrufen zum Trotz geht das Lindenberger Kunsteisstadion in eine neue Saison. Für den neu gegründeten «Förderverein Kunsteisstadion Lindenberg» Grund genug, den Saisonstart am Samstagnachmittag mit einer abwechslungsreichen Party zu feiern.

Gegen 15 Uhr tummelten sich teilweise knapp 100 Personen auf der Eisfläche, und fast ebenso viele feierten außerhalb der Bande. Auch die Eisdisco am Abend lockte reichlich Schlittschuhläufer jeden Alters aufs Eis.

Dass es zu einer Weiterführung des Eisbetriebs überhaupt gekommen ist, will sich der Vorsitzende des Kunsteis-Fördervereins, Oliver Baldauf, aber nicht alleine auf die Fahnen schreiben. «Die Stadt Lindenberg hat sich wahnsinnig eingesetzt und sich um Einigung bemüht. Auch die kostenlose Überlassung der Eisplatzes durch die WKF ist ein großer Vertrauensvorschuss für uns», spielte Baldauf den Ball zurück zu den bisherigen Trägern und Verantwortlichen. Zudem lobte er auch die Unterstützung durch die örtlichen Firmen: «Von 50 Werbeplätzen an der Bande sind mittlerweile 40 vergeben.»

«Unterstützung ist riesengroß»

Baldauf zeigte sich zuversichtlich, die Anlage auch in den kommenden Jahren betreiben zu können: «Wir werden eine tragfähige Konstruktion finden. Die Unterstützung ist riesengroß.» Lindenbergs Bürgermeister Johann Zeh wies darauf hin, dass innerhalb kurzer Zeit einiges in Bewegung geraten sei: «Es ist ein großes Werk.»

Für die hohe Akzeptanz des Kunsteises bei den Westallgäuern spricht nicht zuletzt das enorme Publikumsinteresse am Eröffnungstag. Die drei Lindenberger Mädel Carolin, Nadine und Lisa haben kurzerhand ihre Schlittschuhe auf den Gepäckträger geschnallt und sind sogar bei Minusgraden zum Waldsee geradelt. Einhellig teilen sie die Meinung, dass es «cool» ist, in der Bergstadt weiterhin eislaufen zu können.

Aber auch Erwachsene, wie Diana Schöndorfer, Thomas und Christine Wiedemann brechen eine Lanze für das heimische Kunsteis: «Wir gehen mit den Kindern regelmäßig hierher.»

Fetzige Musik

Egal ob Eisstockschießen, Eishockey oder Schlittschuhlaufen - am Eröffnungstag konnte man dank der geteilten Eisfläche alle drei Aktivitäten gleichzeitig treiben. Neben fetziger Musik, abwechslungsreicher Verpflegung durch den Förderverein und die Eishockeyabteilung des TV Lindenberg sowie einer Comedy-Show, gab es auch sportliche Kabinettstückchen zu bestaunen.

So zeigten Conny und Manfred Degenhart sowie Franziska Schmidlin vom Lindauer Eiskunstlaufverein mit einem Eistanz sowie einer Einzelkür, dass eine Eisfläche weit mehr ist als nur ein Platz für harten Männersport.

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