Ostallgäu
Auf die Mischung kommt es an

Wer nicht kompostiert und keine Biotonne verwendet, verschwendet wertvolle Rohstoffe, braucht größere Restmüllgefäße und zahlt dadurch höhere Gebühren. Darauf weist die Abfallwirtschaft im Landratsamt Ostallgäu hin. Der Vorteil der Kompostierung im eigenen Garten liegt auf der Hand: Ohne Kosten und Energieeinsatz werden Küchen- und Gartenabfällen entsorgt. Gleichzeitig wird daraus Pflanzerde und wertvoller Dünger zur Bodenverbesserung. Dies schont die Umwelt und den Geldbeutel.

Dennoch empfiehlt das Landratsamt zur richtigen Biomüllverwertung eine Kombination der Kompostierung im eigenen Garten mit der Nutzung einer Biotonne.

Im Garten sollte an einer halbschattigen Stelle genügend Platz für einen Komposthaufen oder Kompostbehälter vorgesehen werden. Alle verrottbaren Gartenabfälle (Ernterückstände, Grasschnitt, Laub, Holz etc.) sind zur Kompostierung geeignet bzw. notwendig. Dazu kommen noch Küchenabfälle wie Obst-/Gemüseschalen, Kaffeefilter und Ähnliches. Kompostieren heißt zusammensetzen und das funktioniert nur, wenn all diese Materialien gut gemischt aufgesetzt oder in den Kompostbehälter eingebracht werden.

Gehölzschnitt muss also zerkleinert, am besten gehäckselt werden, um ihn untermischen zu können. Gerade holzige und grobe Bestandteile sind unverzichtbar für die Luftzufuhr und um die vielen wasserhaltigen Bestandteile im Sommer (Grasschnitt) auszugleichen.

Ein Komposthaufen ist vergleichbar mit einer Fabrik, in der unzählige Kleinstlebewesen für uns tätig sind, um aus verrottbarem Material Humus und Dünger zu produzieren. Als Fabrikleiter sollte der Gartenbesitzer für optimale Arbeitsbedingungen sorgen, um rasch ein gutes Produkt zu erhalten.

Diese Arbeitsbedingungen sind:

Genügend und richtige, stets frische Nahrungszufuhr

Wasser (der Kompost darf niemals austrocknen, deshalb schattiger Platz)

Luft und Wärme (bei Temperaturen unter 9C findet keine Kompostierung statt)

Die so genannten Schnellkomposter sind mit einem Schnellkochtopf vergleichbar. Er hält nur, was die Werbung verspricht, wenn eine optimale Mischung entsprechend zerkleinert fertig eingefüllt wurde und dann der Behälter nicht mehr befüllt wird, bis der gewünschte Reifegrad des Kompostes erreicht ist. Die eingefüllte Mischung bestimmt die Qualität des Endproduktes Kompost.

Keine Speisereste zum Kompost

Auf dem Kompost ist alles, das gekocht, gebraten oder gebacken wurde, das Fett, Öl und Gewürze enthält, tabu. Dies selbst zu kompostieren, ist nicht sinnvoll, unhygienisch und lockt zudem Ungeziefer und Tiere an (Füchse, Ratten, etc.

). Ebenso werden Nussschalen, Schalen von Zitrusfrüchten und im Garten gejätetes Unkraut meist nicht selbst kompostiert.

Es ist also durchaus sinnvoll, neben einem Kompost eine Biotonne zu nutzen. Denn diese Bioabfälle haben in der Restmülltonne nichts zu suchen. Man kann aber dabei trotzdem Geld sparen, wenn man kleinere Restmüllgefäße wählt.

In allen Fragen der Kompostierung berät die Kreisfachberatung im Landratsamt unter Telefon 08342/911-380. Neue Biotonnen können bei der kommunalen Abfallwirtschaft unter Telefon 08342/9 11-384 bestellt werden.

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