Generationenpark
Auf der Suche nach Einsparpotenzial

In einer Sondersitzung hat sich der Buxheimer Gemeinderat mit dem Thema «Generationenpark an der Kartause» befasst. Zahlreiche Zuhörer sowie Vertreter der Jugend, der Senioren, des Heimatdienstes und der Narrenzunft waren gekommen, um an der Diskussion teilzunehmen.

Architekt Hans Brugger stellte seinen preisgekrönten Wettbewerbsentwurf vor und erläuterte die geplanten Einzelheiten. Auf die historischen Gegebenheiten sei besondere Rücksicht genommen worden, sagte Brugger. Er sei bemüht gewesen, die ehemalige Struktur im Park darzustellen. So seien Begegnungs- und Rückzugsräume geschaffen worden. Rathausplatz und Brunogarten seien dem aktiven Gemeindeleben gewidmet, klar gehalten und nach Osten offen. In der Nähe des Kartauseneingangs ist ein hölzerner Pavillon als Bühne vorgesehen. Der Hintergrund soll mit verschiebbaren Elementen versehen werden. Der Ort soll auch als Treffpunkt der Jugend dienen. Der Brunogarten wäre bei kulturellen Ereignissen gleichsam der Zuschauerraum.

Spielplatz und Rückzugsräume mit Sitzgelegenheiten

Östlich des Pavillons könnte laut Brugger ein Spielplatz für Kinder aller Altersstufen errichtet werden, mit Spielmöglichkeiten wie etwa einem Klettergerüst, das mit den sieben Sternen gekrönt wird, die im Wappen der Kartäuser erscheinen. Die Brunopromenade an der inneren Klostermauer werde Rückzugsräume bieten und mit einer Reihe unterschiedlicher Sitzgelegenheiten den Generationen zugeordnet. Im Brunogarten wolle man mit Hochbeeten an die einstigen Mönchsgärten erinnern.

Der Pavillon, der bereits mit 100000 Euro veranschlagt war, fand wenig Anklang. Über die tatsächlichen Gesamtkosten konnte der Architekt jedoch keine Angaben machen. Es sei derzeit alles in der Entwicklungsphase und daher könne er keine exakte Zahl nennen.

«Es ist aber großes Einsparpotenzial da», versicherte Brugger. Mit den 500000 Euro, die die Ratsmitglieder in einer vorherigen Sitzung als Höchstgrenze ausgegeben hatten, könne das Konzept jedoch nicht umgesetzt werden. Die Gesamtkosten von einer Million Euro, die im Raum standen, wurden vom Gemeinderat entschieden verworfen.

Ursula Meyer, Vertreterin der Regierung von Schwaben, sprach von einem «Kleinod im Ortskern», der für die Buxheimer und die Touristen nutzbar gemacht werde. Um diese Aufgabe zu bewältigen und damit «alle langfristig etwas davon haben», stellte sie der Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 60 Prozent in Aussicht.

Bürgermeister Werner Birkle sagte, der Siegerentwurf sei der Startschuss für den «Generationenpark». Der Gemeinderat befürwortete die stufenweise Beauftragung des Architekturbüros. Man werde noch viel besprechen müssen. Nach der Ausschreibung könnten die definitiven Kosten berechnet werden. Im Finanzplan seien jeweils 250000 Euro für die Jahre 2011 und 2012 vorgesehen.

 

Was jetzt noch Brunogarten ist (linkes Foto), soll nach Fertigstellung des Generationenparks zur Brunopromenade werden (rechts). Dort sind an der inneren Klostermauer Rückzugsräume und eine Reihe unterschiedlicher Sitzgelegenheiten geplant, die nach Generationen geordnet sind. Foto: Simone Schaupp/Animation: Brugger Landschaftsarchitekten

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