Projekt
Auf der Suche nach der schönsten Bauernwiese

Eine blütenreiche Wiese ist nicht nur ein Genuss für das Auge, sondern ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Außerdem trägt sie wegen ihrer hohen Speicherfähigkeit zum Hochwasserschutz bei.

Das betonte Marion Ruppaner, Landwirtschaftsreferentin vom Bund Naturschutz in Bayern (BN) gestern in Memmingen. Um diese Standorte zu erhalten und ihre Bedeutung für Flora und Fauna stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit und der Landwirte zu rücken, sucht der BN gemeinsam mit der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft die schönste Bauernwiese. Gestern fiel der offizielle Startschuss.

Zu diesem Wettbewerb aufgerufen sind Landwirte im Schwäbischen Hügelland zwischen Donau, Lech und Iller, die eine extensivierte Grünlandfläche von mindestens einem Tagwerk (rund 0,3 Hektar) betreiben. Dabei komme es jedoch nicht allein auf die Schönheit der Wiese an, so Ruppaner. «Wir betreiben kein reines Blümchenzählen. Die Wiese muss schon in einen landwirtschaftlichen Betrieb integriert sein», betonte die Landwirtschaftsreferentin. Sie müsse also beispielsweise für den Aufwuchs genutzt werden. Dementsprechend werde bei der Bewertung auch ein Schwerpunkt auf die Ertragsleistung und die Verwertung gelegt. Dass diese Kombination für einen Milchviehbetrieb nicht immer ganz einfach ist, erklärte Dr. Gisbert Kuhn von der Landesanstalt für Landwirtschaft. Er verwies jedoch auf die positiven Erfahrungen aus dem Bayerischen Wald, wo der Wettbewerb im Jahr 2009 zum ersten Mal durchgeführt wurde.

Damals hätten sich 34 Landwirte mit insgesamt 38 Wiesen angemeldet. Neben den «landwirtschaftlichen und naturschutzfachlichen Kriterien» sei die Zukunftsfähigkeit eines Betriebs bei der Bewertung enorm wichtig. «Ein ökonomisch tragfähiges Modell hat also die größte Chance auf die höchste Punktzahl», sagte Kuhn.

Der Leiter des Landwirtschaftsamtes in Mindelheim Dr. Ludwig Merk erklärte, dass gerade das Unterallgäu mit seinem hohen Anteil an Grünflächen ein hohes Potenzial habe. «Nun gilt es, die Landwirte zu sensibilisieren, damit sie einen Blick für solche Wiesen bekommen», sagte Merk.

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