Balderschwang / Oberstdorf
Auf der Suche nach den beliebtesten Naturwundern

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Die Konkurrenz ist stark - immerhin stehen auf der Bewerberliste für das beliebteste Naturwunder Deutschlands illustre Namen wie die berühmten Kreidefelsen von Rügen oder die bizarren Steinformationen der «Bastei» in der Sächsischen Schweiz. Das Oberallgäu ist gleich mit zwei Naturdenkmälern beim Internet-Wettbewerb der Heinz-Sielmann-Stiftung dabei: Die Breitachklamm bei Oberstdorf steht ebenso auf der Liste der 42 Schönheiten wie die uralte Eibe von Balderschwang. Bis zum 14. September soll der Sieger der Sommeraktion per Internet-Abstimmung gefunden sein.

Balderschwang bewirbt sich mit seiner Eibe, die aus 1150 Meter Höhe auf eine 2000 bis 4000 Jahre alte Geschichte zurückblickt. Der Baum stand wohl einst im deckenden Bergmischwald, der jedoch der Rodung zum Opfer fiel, als das einsame Tal Anfang des 16. Jahrhunderts besiedelt wurde. Ein glücklicher Zufall also, dass dieses uralte Naturdenkmal erhalten blieb.

Für Balderschwangs Bürgermeister Werner Fritz ist es auch ein «Zufall», dass die Eibe zu den 42 wichtigsten Naturwundern Deutschland zählt. Die Heinz-Sielmann-Stiftung sei auf die Gemeinde zugekommen und habe die Erlaubnis für die Bewerbung erbeten. Balderschwang werbe schon seit 100 Jahren mit dem alten Baum. Jahr für Jahr kämen viele Besucher extra ins Hochtal, um sich den alten Zeitgenossen anzuschauen. «Natürlich sind wir stolz aufs Mitmachen.

Unsere Eibe ist nicht nur ein außerordentliches Denkmal, sondern auch ein Lebewesen», freut sich Werner Fritz. Entsprechend würden alle Besucher der Balderschwang-Homepage um ein Votum für die Eibe gebeten. An einen Sieg glauben die Balderschwanger jedoch eher nicht. «Unser Dorf ist so klein, dass wir uns auch mithilfe unserer Gäste kaum gegen die anderen Konkurrenten durchsetzen können», so Fritz.

In der Breitachklamm - Anfang des 20. Jahrhunderts von einigen mutigen Tiefenbachern erschlossen - braust und zischt das Wasser durch eine enge Schlucht mit fast 100 Meter hohen senkrechten und teils überhängenden Wänden, stürzt donnernd über Felswände und gurgelt in tiefen Gumpen. Auf einem gesicherten Wanderweg können die Besucher dem Lauf des stürmischen Gebirgsbachs zu jeder Jahreszeit begleiten.

Im Winter wird das Naturschauspiel gekrönt durch bizarre Kunstwerke aus blankem Eis.

Große Erwartungshaltung beim Breitachklammverein

Peter Rupprecht von der Geschäftsstelle des Breitachklamm-Vereins bestätigt, dass der Ausschuss auf Anfrage der Sielmann-Stiftung gern Daten und Bilder der schönen Klamm für die Bewerbung bereitstellte. «Wir denken, dass wir sehr gut zu den 42 Auserkorenen passen», meint er. Stolz wäre der Verein, wenn die Klamm am Ende der Abstimmung weit vorn rangieren würde. Aber trotz großer Erwartungshaltung unterschätzt Rupprecht keineswegs die starke Konkurrenz: «Das ist schon eine schöne Auslese, die die Stiftung da getroffen hat».

Nun wartet man in Oberstdorf wie in Balderschwang gespannt auf das Ergebnis am Ende der Ferien.

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