Allgäu
Auf den Spuren der SportfreundeStiller

Die eine nennt sich Debo, die andere Mona. Namen, die nach jugendlicher Unbekümmertheit klingen, nach Spaß und Fun, und wenn man sich ganz weit aus dem Fenster lehnen will beim Ausleuchten dieser Spitznamen, dann könnte man annehmen, dass Debo und Mona noch nicht viel von den Sorgen und Nöten dieser Welt mitbekommen haben. Ein Trugschluss.

Ramona Maria Holzmann ist 17, ihre Schwester Deborah 16. Zwei Teenager aus dem Ostallgäu, die sich seit geraumer Zeit der Musik verschrieben haben, mit Haut und Haaren - und demnächst auch in unserer Region wieder zu hören sind (am 9. Juli ab 17 Uhr in der Marienrealschule in Kaufbeuren).

Ein Geschwister-Paar auch, das zusammen mit der eigenen Band weit herumkommt. Und auf diesen Reisen ist es eben mitnichten so, dass die beiden Ostallgäuerinnen die Augen vor den unangenehmen Dingen dieser Welt verschließen. Ganz im Gegenteil.

«Wir sind absolut gegen Gewalt», betonen Mona und Debo Holzmann und standen deshalb unlängst in Winnenden beim großen SWR-3-Open-Air-Konzert auf der Bühne, um musikalisch ein Zeichen zu setzen gegen brutale Auseinandersetzungen, Waffengewalt oder einen Amoklauf wie jenen im März letzten Jahres in dieser Kleinstadt in Baden-Württemberg.

Ein anderes Beispiel: Die Sternblut-Mädels haben ihren Blick über den eigenen Gartenzaun gerichtet - unter anderem ins ferne Afrika. Im Rahmen des Hilfsprojekts «Wir helfen Afrika» ließen sie zuletzt an mehreren Orten ihre Stimmen erklingen.

Ob diese Teilnahme als aufstrebende Band nicht zum Standard-Programm gehört? «Nein», stellt Vater Winfried Holzmann klar, «die beiden machen sich wirklich sehr viele Gedanken über die Unterschiede auf dieser Welt und vor allem über die sozialen Ungerechtigkeiten. Dieses Thema ist ihnen ganz wichtig.» Von wegen nur Spaß und Fun für Mona und Debo.

Vielleicht war es auch diese innere Reife, gepaart mit der musikalischen Leistung, die sie seit geraumer Zeit abliefern: Immerhin dürfen sie am Dienstag, 6. Juli, in Nürnberg den «Galaxy Award» entgegen nehmen.

Eine Auszeichnung eines Rundfunksenders, die Gewicht hat und an Nachwuchsmusiker mit Potenzial verliehen wird. Die prominenten Vorgänger der Sternblut-Mädels: die Killerpilze, Sportfreunde Stiller oder Stefanie Heinzmann.

«Das ist ein toller Preis», freuen sich Vater und Töchter Holzmann, «der Auftrieb gibt für die Zukunft.» Der Zukunft sieht das Trio ohnehin optimistisch entgegen. Im Herbst wird vermutlich die erste große CD auf den Markt kommen. Sie soll, so der Wunsch der Holzmanns aus Ebenhofen, den Weg in die Charts finden. Mit der Single ist ihnen das bereits gelungen.

 

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