Füssen
Auf dem Weg nach Kanada

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Christiane Steger will ihre große Chance zur Teilnahme an den Paralympischen Spielen im nächsten Jahr nutzen - und trainiert dafür bereits mit der für Vancouver qualifizierten Curling-Mannschaft der Rollstuhlfahrer von Helmar Erlewein. Am Wochenende hat im Bundesleistungszentrum in Füssen wieder ein Lehrgang für die Nationalspieler stattgefunden: Und die Sekretärin aus Füssen war mittendrin.

Einmal mehr sind von den Hunters aus Schwenningen Marcus Sieger und Skip Jens Jäger angereist. Zwei Tage lang waren alle National-spieler mit Handicap auf dem Eis in Füssen. Ein Quintett, das sich noch einspielen muss, weil jetzt die Neue dabei ist. «Unser Übungsprogramm am Vor- und Nachmittag ist schon hart», sagte die für die wichtige Position des Lead eingeplante Christiane Steger. «Aber das vergesse ich, denn die Mannschaft ist echt toll.» Wie Jäger und Sieger gehören auch Caren Totzauer und Jens Gäbel zu diesem Team, das heuer mit Astrid Hoer bei der Weltmeisterschaft Bronze holte. «In unserem Sport bilden Frauen und Männer ein Team. Als Astrid Hoer leider Abschied vom Leistungssport nehmen musste, hatten wir ein echtes Problem», berichtet Trainer Helmar Erlewein.

Steger, die seit knapp zwei Jahren Rollstuhlfahrerin ist, kennt Erlewein schon länger. «Es war klar, dass sie gut zu uns passt. Aber sie musste erst zusagen.» Das hat die 33-Jährige inzwischen getan und ist nun viel mit der Mannschaft unterwegs. «Wir sind demnächst in Kopenhagen», gibt sie Einblick ins Sportlerleben, das dem fröhlichen Team auch einige Strapazen im Zuge der Vorbereitung auf die Spiele zumutet.

Als Neuzugang ist ihr Programm noch größer als das der Routiniers. So nimmt sie Einzelstunden. «Es ist schon eine Riesensache nächstes Jahr in Vancouver dabei zu sein», kommentiert sie ihren besonderen Trainingsfleiß. «Früher habe ich Handball und Tennis gespielt. Das war allerdings nur ein Freizeitspaß.»

Die chronische Erkrankung nahm ihr das Hobby. «Sport wollte ich auf jeden Fall weiter treiben. Nichts gegen Tischtennis: Es ist jedoch überhaupt nicht mein Fall.» Im Gegensatz zum technisch anspruchsvollen Curling. Das «Schach auf dem Eis» macht Steger auch deshalb viel Spaß, weil es ein Mannschaftssport ist.

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