Betreutes Wohnen
Auf dem Reich-Gelände in Lindenberg soll Betreutes Wohnen entstehen

Acht Jahre nach dem Abriss der meisten Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Hutfabrik Reich sollen im Frühjahr 2012 wieder die Bagger anrücken. Die Stadt, der neue Bauträger IVG und Architekt Hubert Wagus (Weiler) gehen von einem Baubeginn für die zwei Häuser für Betreutes Wohnen zu diesem Termin aus. Das Interesse an den insgesamt 35 Wohnungen ist groß: Zu einer Informationsveranstaltung kamen jetzt rund 150 Bürger ins Seniorenzentrum St. Martin. 'Aller guten Dinge sind drei', stellte Lindenbergs Bürgermeister Johann Zeh fest. Schließlich gab es bereits zwei Info-Veranstaltungen rund um das Betreute Wohnen auf dem Reich-Gelände.

Allerdings: Damals trat noch die Gemeinnützige Kreis-Wohnungsbau Genossenschaft (GKWG) als Bauherr auf. Nach deren Rückzug hat mit der Immobilien- und Verwaltungs-GmbH (IVG) nun ein privater Bauträger das Projekt übernommen.

Das Betreute Wohnen ist neben dem geplanten Umbau des noch bestehenden Firmengebäudes aus dem Jahr 1923 zu einem Kulturzentrum mit integriertem Hutmuseum durch die Stadt und dem Neubau eines Büro- und Gesundheitszentrums entlang der Hauptstraße durch die Volksbank Lindenberg das dritte Projekt, mit dem das 8000 Quadratmeter große Firmengelände in Zukunft genutzt werden soll.

Dessen Nähe zur Stadtmitte und zu Einkaufsmöglichkeiten erfülle eine Hauptforderung an Betreutes Wohnen, so Jürgen Geser von der IVG. Aber auch die Wohnungsausstattung und das Leistungsangebot für Ältere und Behinderte seien Kriterien.

Architekt Hubert Wagus stellte die gegenüber den GKWG-Planungen etwas geänderte Konzeption der beiden Häuser vor. So sind neben drei Vollgeschossen nun zusätzliche Penthouse-Wohnungen vorgesehen. Sie kosten bis zu 330 000 Euro und sind bis zu 137 Quadratmeter groß.

Die meisten Wohnungen hingegen verfügen über zwei Zimmer sowie eine Größe zwischen 45 und 54 Quadratmeter und kosten zwischen 115 000 und 139 000 Euro. Ausgestattet werden sie mit extra-breiten Türen und schwellenlosen Übergängen zwischen den Räumen und auf den Balkon.

'Sie erfüllen die Anforderungen an barrierefreies Wohnen', so Architekt Wagus. Das Gebäude werde mit einer Grundwasser-Wärmepumpe beheizt und erfülle den Wärmedämmstandard 'KfW-Effizienzhaus 70'. Jürgen Geser rechnet daher mit Bewirtschaftskosten von 1,50 bis 2,00 Euro pro Quadratmeter und Monat.

Notruf direkt zur Caritas

Darin nicht enthalten ist der Notruf, den alle Eigentümer und Mieter bei der Caritas buchen müssen. Eventuelle Notrufe treffen im Seniorenzentrum St. Martin ein. 49 Euro pro Wohnung sind dafür monatlich zu entrichten. Weitere Leistungen, wie 'Essen auf Rädern' oder eine Haushaltshilfe, lassen sich gegen Aufpreis zusätzlich buchen. Ansprechpartner für die Bewohner ist die Caritas Augsburger Betriebsträger gGmbH (CAB), die bereits Träger des Seniorenzentrums ist.

Deren Leiterin Margot Migoni lädt schon jetzt die neuen Bewohner ein, die dortigen Einrichtungen wie die Caféteria und die Kapelle mit zu nutzen. 'Wir pflegen Beziehungen', sagte Migoni.

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