Auerbergland hofft auf Zuschüsse der EU

Entwicklungskonzept fertig ­ Es geht um zwei Millionen Euro. Von Dirk Ambrosch Marktoberdorf/Ostallgäu Das regionale Entwicklungskonzept (REK) für das Auerbergland ist ausgearbeitet und wird in den nächsten Wochen bei der EU-Kommission eingereicht. Das REK enthält Maßnahmen und Projekte in einem Volumen von über 4,2 Millionen Euro. Mit dem Konzept bewerben sich elf Gemeinden im Dreieck Marktoberdorf, Schongau und Füssen um Fördergelder in Höhe von maximal zwei Millionen Euro. Das Geld stammt aus dem 'Leader+'-Programm der EU, das bis zum Jahr 2006 ausgelegt ist. Ziel von 'Leader+' ist, die Lebensqualität im ländlichen Raum zu verbessern.

Projektkoordinator für die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Auerbergland ist Reinhard Walk. Er erklärt, was 'Leader+' bewirken kann: 'Das Programm unterstützt kleine Projekte und Strukturen und schafft damit ein Fundament.' Darauf könnten die 'Standardförderprogramme' aufbauen, die etwa für Landwirtschaft, Wirtschaft und Umwelt bereits bestehen. Um das Prinzip zu verdeutlich, nach dem die LAG bei der Ausarbeitung des Entwicklungskonzepts vorgegangen war, benutzt Walk das Bild eines Puzzles: 'Liegen die Einzelteile lose, genügt ein Windstoß und sie fliegen auseinander. Dagegen sind sie fest, wenn sie ineinander verzahnt sind.'

Folgende Kriterien sind deswegen für die LAG entscheidend: Projekte sollen möglichst in bereits bestehende Netzwerke eingegliedert werden können, es soll kein Sektorendenken stattfinden und die acht Handlungsfelder (von Natur und Landschaft bis zu Neue Medien und Technologien) sollen ineinander greifen. Walk spricht hier von einer 'Querschnittsorientierung'. Zudem setzt die Aktionsgruppe auf die aktive Einbindung der Bürger und die enge Zusammenarbeit der Gemeinden. Ziel des Entwicklungskonzeptes ist, das Image des Auerberglandes zu verbessern ('Es gibt hier mehr als nur Tourismus') und wirtschaftlichen Nutzen für die Region zu ziehen.

Schlüsselprojekte

Was heißt das konkret für das Auerbergland? Das regionale Entwicklungskonzept listet folgende Schlüsselprojekte auf:Die Nutzung regenerativer Energien soll gefördert und gleichzeitig neue Einkommensquellen für Landwirte erschlossen werden. Verbund der Museen in der Region (zum Beispiel in Roßhaupten und Bernbeuren), um das kulturelle Angebot besser vermarkten zu können. Rad- und Wanderwege des Auerberglandes aufwerten, indem sie als Erlebniswege ausgewiesen werden: Beispiel: Naturlehrpfad, Kapellen- oder Molkereiweg. Vernetzung von Biotopen über Gemeindegrenzen hinaus. Erstellung eines Geographischen Informationssystems (GIS). Dies soll Informationen für die Flächenbearbeitung und Landschaftspflege liefern. Gewerbeschau Stötten: Erstellung eines Leitfadens zur Durchführung lokaler Gewerbeschauen. Gemeinsame Homepage der Gemeinden mit Schwerpunkt auf Bürgerinformation.

Sollte das REK für das Auerbergland in das 'Leader+'-Programm aufgenommen werden, teilen sich EU und Gemeinden die Kosten für einzelne Projekte. Bis zum Jahr 2006 stünden dann maximal zwei Millionen Euro als Fördergelder zur Verfügung. Zitat Man kann sich nicht mit der Zukunft befassen, wenn man seine eigenen Wurzeln nicht kennt.}Reinhard Walk, Projektkoordinator für die Lokale Arbeitsgruppe Auerbergland

Das Volumen aller im REK aufgelisteten Maßnahmen beträgt über 4,2 Millionen Euro. Eine Entscheidung über die Fördergelder erwartet Reinhard Walk für Anfang nächsten Jahres. 'Ich bin sehr optimistisch, dass das Auerbergland bei ,Leader+` dabei ist.'

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