"Wir fordern einen Rettungsfonds!"
Auch in Kempten: Reisebüros demonstrieren

Auch in Kempten: Reisebüros demonstrieren und fordern einen Rettungsfonds.
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  • Auch in Kempten: Reisebüros demonstrieren und fordern einen Rettungsfonds.
  • Foto: Benjamin Liss
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Update am 30. April, 13:15 Uhr:
Laut Polizei hatte die Stadt Kempten die Versammlung unter strengen Auflagen genehmigt. Die Polizei hat die Auflagen überwacht. Die Teilnehmer hielten sich demnach "vorbildlich an die aufgrund der Infektionsgefahr gebotenen Sicherheitsabstände". Die Polizei musste nur in wenigen Fällen ermahnend gegen interessierte Passanten einschreiten.

In über 30 Städten in ganz Deutschland sind am Mittwoch Menschen aus der Reiseverkehrsbranche auf die Straße gegangen. Sie haben demonstriert, um auf die Probleme aufmerksam zu machen, die Reisebüros durch die Coronakrise zu bewältigen haben. Auch in Kempten haben sich Reiseverkehrskaufleute vor dem Forum Allgäu versammelt und lautstark einen Rettungsfonds gefordert. Rund 30 Teilnehmer von Reisebüros im ganzen Allgäu waren dabei, im coronabedingten Abstand zueinander.

So gut wie keine Buchungen, dafür jede Menge Stornierungen: Franziska und Susanne Krach, Inhaberinnen des Reisebüros Oberallgäu in Immenstadt, fürchten, dass sie ein halbes Jahr umsonst gearbeitet haben, weil alle Provisionen mit den Stornierungen natürlich zurückgezahlt werden müssen. Manche Reisebüros sind kurz davor, Mitarbeiter entlassen zu müssen.

Die bundesweiten Demos der Reisebranche fanden genau an dem Tag statt, an dem bekannt wurde, dass die Bundesregierung die weltweite Auslandsreise-Warnung bis auf Weiteres, zumindest mal bis Mitte Juni verlängert. Ein schwerer Schlag für die Reisebranche. Damit fallen weitere Provisionen bereits gebuchter Reisen weg, ob jemand für diesen Sommer überhaupt eine Reise bucht, ist fraglich.

Die eindringlichen Botschaften auf Spruchbändern und Plakaten: "Auf Dauer geschlossene Grenzen = Reisebranche dicht", "Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben (Kurt Tucholsky)", "Lasst uns nicht im Regen stehen! Über 100.000 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel!", "Rettet die Reisebüros, denn unsere Koffer sind leer!",  "Provision nach Buchung! Und nicht nach erfolgter Abreise!", "Leere Taschen, leere Kassen!", "Touristik ohne Reisebüros ist wie Strand ohne Sand".

Wie Firmen und Branchen auf die Coronakrise reagieren: Oberallgäuer Reisebüro in Immenstadt

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