Auch 2007 weiter am Wir-Gefühl arbeiten

Standpunkt Von Melanie Weisgerber Der traditionelle Rückblick auf das endende Jahr macht heuer gute Laune. Die Buchloer haben zwölf ereignisreiche Monate hinter sich, mehr als bislang üblich war 2006 für Jung und Alt geboten. Hinzu kamen einige andere Ereignisse, die Infrastruktur und gesellschaftliches Leben ebenfalls deutlich verbessert und bereichert haben.

Beim Stichwort Veranstaltungen fällt einem zuerst die BR-Radltour ein: Die Stadt und ihre Einwohner haben dabei bewiesen, dass sie gemeinsam ziemlich viel stemmen und auch noch richtig Spaß daran haben können. Kurz gesagt: Buchloe hat sich toll präsentiert. Gleiches gilt für Honsolgen, das im Mai das Bezirksmusikfest beherbergte und dafür wie selbstverständlich beinahe jeden Dorfbewohner aktivieren konnte.

Zu den neuen Attraktionen im Stadtleben, die auf jeden Fall bald wiederholt werden können und sollten, gehörten Anfang des Jahres 2006 die originelle 'Rodel-Nacht' der Buchloer Feuerwehr und jetzt in der Vorweihnachtszeit die wirklich schöne 'Nacht der Lichter' des Innenstadt-Einzelhandels.

All die genannten Veranstaltungen haben dazu beigetragen, dass Buchloe über die eigenen Grenzen hinaus positiv im Gespräch war. Und dass - was nicht minder wichtig ist - die Einheimischen eine Menge Spaß hatten, gemeinsam und quer durch die Altersschichten. An dieser Stelle deshalb eine große Bitte an alle Beteiligten: Auch 2007 sollte Buchloe unbedingt auf diese Weise sein Image pflegen und das Wir-Gefühl der Bürger fördern.

Über Kultur, Sport und Freizeit hinaus ist 2006 ebenfalls einiges passiert: Baby Raphael wurde als 12000. Einwohner begrüßt, eine 'Tafel' für Bedürftige gegründet (ein Projekt, das man gar nicht genug loben kann), die zweite Grundschule ging endlich in Betrieb, ebenso der Erweiterungsbau der Realschule und der Ortsteil Hausen bekam nach einem Jahr der aufgerissenen Straßen und Höfe seine neue Kanalisation.

Nach wie vor eher im Verborgenen wird leider mit dem Standortentwicklungskonzept der Stadt gearbeitet. Nur sporadisch, kurz vor knapp oder auf Nachfrage erfährt die Öffentlichkeit von neuen Ideen - zuletzt beispielsweise von einer geplanten Befragung der Vereine, Organisationen und Bürger in Sachen Seniorenbetreuungsangebot. Bei solchen Ansätzen muss die Stadt schon viel früher transparent vorgehen, auch das hat nämlich mit Marketing zu tun. Und Eigenwerbung benötigt eine moderne Kommune nunmal.

Apropos: Gar nicht werbeträchtig war für Waal, was dort 2006 geschah: Der renommierte Profi-Schauspieler Peter Pius Irl sah sich aufgrund von anonymen Drohungen und der Kritik an seiner Arbeit bei 'Becket oder die Ehre Gottes' genötigt, das Amt als künstlerischer Leiter der Spielgemeinschaft niederzulegen. Wer immer das verschuldet hat, muss sich in Grund und Boden schämen. Weit mehr bewegt die Waaler momentan jedoch das Schicksal ihres schwerkranken Pfarrers Johann Zahner. Wenigstens soll Waal nach einer gewissen Überbrückungszeit wieder eine vollwertige Pfarrerstelle bekommen.

Zufrieden kann man in Jengen zurückblicken: Der Gennach-Ausbau ist abgeschlossen und damit kann Hochwassern künftig hoffentlich besser die Stirn geboten werden. In Lamerdingen wurde derweil weiter am Projekt Dorfhaus/Dorferneuerung gearbeitet - nicht immer einträchtig, aber fleißig.

2007 steht vor der Tür und mit ihm viele neue Aufgaben. Wir warten gespannt auf deren Umsetzung.

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