Gesundheit
Attestpflicht: Kaufbeurer Ärzte und Arbeitgebervertreter gegen Lockerung der Regeln

Die Nase läuft, der Hals schmerzt und das Wartezimmer der Hausarztpraxis ist wieder einmal brechend voll. Diese Situation kennen viele Kaufbeurer Arbeitnehmer nur zu gut, denn im Krankheitsfall wird spätestens nach dem dritten Fehltag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt benötigt.

Einzelne Unternehmen fordern sogar bereits ab dem ersten Krankheitstag ein ärztliches Attest. Eine Lockerung der geltenden Regeln halten Kaufbeurer Ärzte sowie Arbeitgebervertreter im Gegensatz zum Deutschen Gewerkschaftsbund jedoch nicht für nötig.

Gerhard Schlichtherle, Regionalvorsitzender der Industrie- und Handelskammer Schwaben (IHK), meint, die Arztpraxen seien nur im derzeitigen Winter überfüllt: "Natürlich sind die Praxen zu Grippezeiten voller und die Ärzte ausgelastet, allerdings nicht dauerhaft." Schlichtherle hält den Reformvorschlag für nicht durchsetzbar. "Ich sehe die Gefahr nicht nur darin, dass Arbeitnehmer so in Eigenverantwortung eine Woche zu Hause bleiben können, vor allem kurieren sie die Krankheiten selbst aus, anstatt sich ärztlichen Rat und Medikamente zu holen."

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Kaufbeuren, vom 20.02.2015.

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