Feuerwehren
Arbeitszeitregelung bei ehrenamtlicher Arbeit - Landrat Kaiser spricht sich gegen Überlegungen der EU aus

'Wehret den Anfängen', lautete der Kommentar von Landrat Gebhard Kaiser zu den Überlegungen der EU, das Ehrenamt in die Arbeitszeitregelungen mit aufzunehmen. Auf der Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Oberallgäu in Sonthofen sagte Kaiser, es müsse eine Selbstverständlichkeit sein, die ehrenamtliche Tätigkeit außen vor zu lassen. Er bedankte sich ausdrücklich für das 'große ehrenamtliche Engagement' der Feuerwehren. Kreisbrandrat Michael Seger, Oberster Feuerwehrler in Kreis und Bezirk, warnte, dass es im Falle einer Arbeitszeitregelung nicht nur der Feuerwehr schwerfalle, ihre Aufgaben wie gewohnt zu erfüllen.

Als erfreulich bezeichnete Seger den Beschluss des Bayerischen Landtags vor wenigen Wochen, die Rauchmelderpflicht einzuführen. Bereits seit vielen Jahren sei dieses Gesetz gefordert worden.

Mit den Rauchmeldern könne die Zahl der Rauchgas-Toten um die Hälfte verringert werden. Als Erfolg wertete Seger, auch im Landesfeuerwehrverband (LFV) aktiv, dass vom Freistaat Bayern 40 neue Stellen für die drei Feuerwehrschulen in Bayern geschaffen worden seien.

Der Ausbildung und der Sicherheit zugute kommen auch die beiden Sondersignal-Fahrtrainer, die ab 2013 genutzt werden können. Beschafft wurden sie von der Versicherungskammer Bayern und vom Innenministerium – nach intensiven Verhandlungen mit dem LFV. Durchgesetzt hatte sich Seger auch mit seinem Antrag, einen eigenen Kreisbrandmeister für den Bereich Ausbildung zu ernennen.

Landrat Kaiser vermeldete, dass ab 1. Juni Peter Bernhard von der Feuerwehr Sonthofen dieses Amt übernimmt.

Für seine 25-jährige aktive Dienstzeit ausgezeichnet wurde Kreisjugendfeuerwehrwart Hubert Speiser, der vom Landrat und Michael Seger das staatliche Ehrenzeichen erhielt. Speiser warb für den 10. Landesjugendfeuerwehrtag, der im nächsten Frühjahr in Oberstdorf

stattfindet. Mit Stolz vermeldete der Jugendwart, dass im vergangenen Jahr 119 Jungfeuerwehrler zu den Aktiven gewechselt sind: 'So viel wie noch nie.' Außerdem habe sich die Zahl der Jugendfeuerwehren von 48 auf 50 erhöht.

Schutzfunktion wird zerstört

Über die Besonderheit der Waldbrandbekämpfung im Gebirge berichtete Kreisbrandinspektor Joachim Freudig. Wenn ein Bergwald durch Feuer vernichtet werde, dann werde zusätzlich zum materiellen Schaden auch die Schutzfunktion zerstört.

Bei der – durchaus sinnvollen – Unterstützung aus der Luft plädierte Freudig für private Hubschrauberbetreiber: Die Piloten besäßen viel Erfahrung, die Maschinen seien um einiges leistungsfähiger als die 'uniformierten' Hubschrauber. Bei der Ausbildung der Flughelfer arbeite man eng mit Polizei und Bergwacht zusammen.

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