Kaufbeuren / Buchloe
Arbeitsmarkt zeigt sich robust

Der Arbeitsmarkt im Wirtschaftsraum Kaufbeuren und Buchloe präsentierte sich im Juli relativ robust. Die Arbeitslosenquote stieg nur leicht auf 5,2 Prozent. Im Langzeitvergleich ist diese Zahl aber deutlich schlechter einzuschätzen: Vor einem Jahr lag sie bei 3,8 Prozent. Die Rezession hinterlässt laut dem Leiter der Kaufbeurer Arbeitsagentur, Gerhard Funke, auch im Juli Spuren auf dem Arbeitsmarkt. Insgesamt seien die bisherigen Auswirkungen des Abschwungs aber vergleichsweise moderat. Vor allem die starke Nutzung der Kurzarbeit habe den Arbeitsmarkt stabilisiert, so Funke. Auffallend sei, dass die Entwicklung der Zahl neu betroffener Betriebe stagniere. «Das ist insgesamt eine gute Tendenz», so Funke. Dieses «Auffangbecken» wirke; ohne die Kurzarbeit wäre die Arbeitslosenquote seinen Angaben zufolge deutlich höher. Aktuell sind im Raum Kaufbeuren und Buchloe 108 Betriebe mit 1842 Mitarbeitern betroffen. Intern haben nach Erfahrungen Funkes einige Unternehmen die Kurzarbeit schon wieder zurückgefahren, bleiben jedoch gemeldet.

Eine Prognose über die Entwicklung des Arbeitsmarktes möchte Funke nicht abgeben. Die Sommermonate Juli und August seien durch Sondereffekte belastet, etwa den einheitlichen Betriebsurlaub in der Gablonzer Industrie. Gesicherte Analysen des Arbeitsmarktes seien schwierig. Eine weitere Frage ist, wie lange die Unternehmen die Krise mit Kurzarbeit abfedern können. «Interessant wird also sein, was der Herbst bringt», so Funke.

Sorgen machen hingegen schon jetzt die arbeitssuchenden jungen Menschen. Diese Gruppe ist mit 370 Personen (64 mehr als im Vormonat) derzeit stark betroffen, nachdem das vergangene Jahr für die unter 25-Jährigen relativ gut verlaufen ist.

Zum einen ist der Anstieg der Zahl laut Arbeitsagentur wegen der im Juli auslaufenden Schul- und Berufsausbildung jahreszeitlich üblich, zum anderen zeige sich, dass jüngere Arbeitnehmer in der aktuellen Krise schneller entlassen und Auszubildende nicht übernommen werden. Unversorgt sind auch noch viele Anwärter für Ausbildungsstellen. Mit Trainingsangeboten für Bewerbungen, intensiver Beratung auch hinsichtlich anderer möglicher Berufsziele und Qualifizierungen soll diese Zielgruppe nun besonders angesprochen werden.

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