Wetterbeobachtungen
April zu warm und deutlich zu trocken

«April, April, der macht was er will» Diesen Spruch, weiß unser Wetterbeobachter Hans Misch, kann man in unserer Gegend auf die meisten Monate anwenden. Denn in Kempten gibt es nun mal kein kontinentales Festlandsklima, sondern meistens wechselhafte Witterungsabschnitte. So betrachtet, könnte man viele Monate mit «Aprilwetter» bezeichnen.

Im vergangenen Monat lag die Durchschnittstemperatur bei 9,7 Grad. Damit war dieser April um knapp vier Grad zu warm im Vergleich zum langjährigen Mittel - und sehr sonnig. Über 200 Stunden lang schien die Sonne, am 2.April wurden bereits 24 Grad erreicht. Nur an vier Tagen blieb die Mittagstemperatur unter zehn Grad.

Die tiefste Temperatur wurde am 15. April mit minus zwei Grad gemessen. An fünf Tagen war Reif in den Morgenstunden unübersehbar. Schneefälle blieben aus. Nur einzelne Graupelschauer waren nach Durchgang eines Höhenkaltfrontgewitters am 12. April zu sehen.

Der April war der vierte Monat in Folge, der zu trocken ausgefallen ist. In den vier Aprilwochen sind an der Beobachtungsstation nur 47 Liter Regen pro Quadratmeter in die Statistik eingegangen. Viel zu wenig. Das begünstigte den Pollenflug und war ärgerlich für Allergiker.

Elektrische Entladungen

Am 3. April wurde die «Gewittersaison» mit ersten elektrischen Entladungen eingeleitet. In den späten Abendstunden hatte sich im Nordwesten Gewittergewölk zusammengeschoben. Wetterleuchten war schwach erkennbar. Die Gewitter selbst erreichten uns nicht mehr. Ansonsten tummelten sich im Bereich der Station fünf Gewitter, was es schon lange nicht mehr gegeben hat. Am 30. April zündeten Linienblitze waagerecht in nur geringer Höhe. Das war wegen Blitzschlag und Streuladungen gefährlich.

Örtlich konnte man auch heftige Hagelschauer erleben (beispielsweise in Altusried am Ostersonntag). Für Bewegung im Freien war die Witterung im April insgesamt ideal. Viele freuten sich über die zahlreichen Frühlingstage.

Schneefall noch möglich

Vielleicht geht es im Mai noch eine Weile so weiter - mit Sonnenschein und Gewittern. Erwartet wird ein Monatsmittel von 10,6 Grad. 115 Liter pro Quadratmeter Niederschlag gelten als «normal» - und das an 17 Tagen. Schneefall ist auch möglich. Die 25-Grad-Marke könnte an zehn Tagen überschritten werden. Die Extremwerte der Temperatur bewegen sich im Mai zwischen minus sieben und 30 Grad. Gewitter treten an durchschnittlich sechs Tagen auf. In den vergangenen vier Jahren war die Gewittertätigkeit eher unauffällig.

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