l
Ansporn für die Chorregion

«Vox Augustana» aus Augsburg ist derzeit Schwabens bester Laienchor. Ausgezeichnet mit der höchsten Punktzahl des Tages setzte er sich beim ersten Chorwettbewerb des Chorverbands Bayerisch-Schwaben in der Musikakademie in Marktoberdorf mit deutlichem Abstand an die Spitze (wir berichteten). Doch auch die acht weiteren Wettbewerbsteilnehmer zeigten ein beachtliches Können. Juryvorsitzender und Chorexperte Gary Graden aus Schweden betonte bei der abschließenden Preisverleihung, dass es bei Wettbewerben wie diesem vor allem darum gehe, von den anderen zu lernen und in der Jurybesprechung erworbene Erkenntnisse in der täglichen Chorarbeit umzusetzen. Graden: «Wir sind immer Lernende, als Sänger, als Chorleiter, aber auch als Publikum.»

Bereits zum Start um 14 Uhr hatten sich zahlreiche Zuhörer im Richard-Wengenmeier-Saal der Musikakademie eingefunden, um den Wettbewerb zu verfolgen. In seiner kurzen Begrüßung betonte Jürgen Schwarz, Präsident des Chorverband Bayerisch-Schwaben und Moderator am Wettbewerbstag, dass hier eine Möglichkeit gegeben sei, die Qualität von Chören und Chormusik in Schwaben öffentlich zu präsentieren und weiter zu steigern. Mit großem Lob bedachte er die Bereitschaft der Chöre, sich diesem Wettbewerb zu stellen und die Chance zu nutzen, sich damit für den Bayerischen Chorwettbewerb im November in München vorzubereiten. Schwarz: «Fehler, die man dieses Mal noch macht, passieren dann wahrscheinlich nicht mehr.»

Intonation die Hauptschwierigkeit

Die Hauptschwierigkeit der Chöre, so die einhellige Meinung der Jury mit Gary Graden, Alfons Brandl von der Musikhochschule Nürnberg und Akademieleiter Karl Zepnik nach drei Stunden Arbeit, bestand an diesem Nachmittag im Bereich der Intonation. «Das Problem liegt in der Vorstellung der Akkorde, noch ehe der erste Ton erklingt», so Jury-Mitglied Alfons Brandl. «Die Chorleiter müssen ihre Sängerinnen und Sänger zu einer besseren Tonvorstellung erziehen.»

Auch in der Bewertung der Leistungen der einzelnen Chöre waren sich die Juroren einig. Karl Zepnik: «So unterschiedlich die Leistungen auch sind, merkt man doch bei allen, dass Chöre wie Chorleiter mit großer Ernsthaftigkeit und einem ausgeprägten Bewusstsein für die Ausbildung der eigenen Stimme und der Arbeit am gemeinsamen Stimmklang sich die Werke erarbeitet haben.»

Reges Interesse des Publikums

Voll des Lobes waren die Juroren schließlich auch bei der Preisverleihung am Abend. Musikalisch umrahmt vom Vocalensemble «Animato» und den drei besten Chören des Nachmittags überreichten Gary Graden und Jürgen Schwarz den Teilnehmern ihre Auszeichnung, begleitet von Bravo-Rufen und viel Applaus des Publikums im bis auf den letzten Platz besetzten Saal. Jürgen Schwarz: «Der Einsatz der Chöre, die Resonanz beim Publikum und die Begeisterung aller bestätigt uns, dass dieser Wettbewerb für die bayerisch-schwäbische Chorregion wichtig und richtig ist.»

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen