Sonthofen-Altstädten
Anlieger sauer: Stadt sperrt Brücke über den Leybach

2Bilder

Über die Sperrung einer kleinen Brücke über den Leybach und ihren geplanten Abriss ärgert sich in Altstädten unter anderem Klaus Kanzek. Denn die Brücke verbindet den Leybachweg mit einem unbefestigten Fußweg zur Sonthofer Straße. Die Gründe für das Vorgehen der Stadt seien nicht nachvollziehbar. Bitte der Anlieger sei, die Brücke und den Weg weiter nutzen zu können. Leider hätten Altstädter Stadtratsmitglieder auf seinen Brief nicht einmal geantwortet.

Der Weg besteht laut Kanzek seit über 50 Jahren als «vernünftige Verbindung» von Bahnhof und Töpferei zur Sonthofer Straße. Die Brücke bestand demnach einst aus Holzbohlen und wurde noch von der Gemeinde Altstädten fest mit Geländer und Wegbeleuchtung ausgebaut. Auch der Weg übers Grundstück habe ein Geländer. Zudem betont Kanzek: «Dieses Grundstück wird außer zum Wohnen und Abstellen von Fahrzeugen und Schrott nur als Biergarten genutzt.» Der frühere Garten sei verwildert. Es sei nicht einzusehen, das ein 50 Jahre altes Gewohnheitsrecht einfach aufgehoben werde.

Die nun verschweißte Brücke führt nach Kanzeks Worten dazu, dass Wegnutzer einfach über die Absperrung klettern: «Am eindruckvollsten war das Bild, das sich beim Überwinden der Sperre durch die Musikkapelle beim Neujahrsblasen bot!» Und er unterstreicht, dass die Brücke schnellen Zugang zu einem Hydranten auf der anderen Bachseite biete. Das sei gerade im Winter wichtig, wenn der Hydrant im Gartenweg mit Schnee zugeschoben ist.

Bürgermeister Hubert Buhl hätte gerne eine andere Lösung, weiß aber derzeit keine. Hintergrund: Der nach der Brücke folgende Pfad führt zwar über städtischen Grund, aber der gehört als Gartenanteil zu einem vermieteten Mehrfamilienhaus. Und eben Mieter hätten bei der Stadt die Wegnutzung durch Dritte moniert - unter anderem, weil dort sogar Mofa- und Mopedfahrer unterwegs seien.

Was Buhl nachvollziehen kann: «Es würde auch keinem Hausbesitzer gefallen, wenn Fremde durch seinen Garten oder über seine Terrasse laufen.»

Zudem entbinde das Schild «Privatweg» die Stadt als Grundeigentümerin nicht von der Verkehrssicherungspflicht. Man müsste also den Weg, der offiziell gar keiner ist, am Ende noch räumen und streuen. Die Sperrung und eine Demontage der Brücke hält Buhl für erforderlich.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by Gogol Publishing 2002-2019