Bundeskanzlerin bittet um Durchhaltevermögen
Angela Merkel verteidigt Vorgehen nach dem Impfgipfel

Quelle: Pixabay

Weiter durchhalten angesagt!
Einen Tag nach dem Impfgipfel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das Vorgehen von Bund und Ländern verteidigt. Noch in der kommenden Woche soll nun ein Impfplan erarbeitet werden, um die Impfungen verlässlicher zu machen.

Es sei eine Riesenleistung, dass nach einem Jahr Corona-Pandemie bereits mehrere Impfstoffe auf dem Markt zugelassen sind. Jetzt müsse es einen dynamischen und keinen starren Impfplan geben, sagt Merkel. Da sind sich die Bundesregierung und die Hersteller einig. Ab dem zweiten Quartal soll es mehr Impfstoff geben.

Impfangebot für alle

Bis zum Ende des Sommers solle weiterhin jeder ein Impfgebot erhalten, sagte sie heute Abend in der ARD.
Wenn weitere Impfstoffe zugelassen würden, könnte sich die Impfkampagne auch beschleunigen. Allerdings hat Merkel weiterhin Sorge vor der Virus-Mutation. Wenn sie einen Impfstoff unwirksam machen würde, dann würde sich die Sache anders darstellen.

Normalität an Ostern?

Auf die Frage, ob an Ostern wieder Treffen mit mehr Menschen möglich sein werden, gab die Kanzlerin keine klare Antwort. Das Infektionsgeschehen hänge weiterhin vom Verhalten der Bürger ab. Erst wenn die Zahlen weiter sinken, können Lockerungen gemacht werden. Im Sommer letzten Jahres war durch die niedrigen Zahlen wieder Normalität möglich, das könne wieder erreicht werden.

Derzeit liegen 50 Landkreise oder kreisfreien Städte unter einer Inzidenz von 50 auf je 100 Tausend Einwohner. Das sei ein großer Erfolg, sagt Merkel, denn dieses Ergebnis hatte zwischendurch so gut wie niemand. Deshalb darf das bisher Erreichte nicht durch zu schnelle Lockerungen gefärdet werden darf. Es müsse einen nachhaltigen Weg aus der Pandemie geben.

Nächstes Bund-Länder-Treffen

Am 10. Februar wollen Bund und Länder erneut über ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Dann wird auch entschieden, ob der bis zum 14. Februar geltende Lockdown verlängert wird. Außerdem soll bis dahin ein nationaler Impfplan vorliegen.

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