Betzigau
Anfassen, mitmachen und staunen

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Lukas und Amelie Steiner waschen in einem großen Bottich Schafswolle sauber aus. Direkt daneben wird das getrocknete Material von Jannik Reiß fein gekämmt und schließlich formen Patrizia Falke und Samira Bayer kleine bunte Bälle aus der weichen und gefärbten Wolle. Die Kinderaktion gehört zu der Veranstaltung «Kunst am Bach» in Betzigau. Es war das dritte «Festival der Sinne», ein Kunst- und Handwerk zum Anfassen, zum Mitmachen, Bestaunen, zum Sehen, Hören und Schmecken.

«Kunst gibt nichts Sichtbares wider, sondern macht Unsichtbares erst sichtbar» betonte Bürgermeister Roland Helfrich. Bei «Kunst am Bach» stellten 20 Künstler zwischen 17 und 85 Jahren aus. Landrat Gebhard Kaiser sprach in seiner Eröffnungsrede über die Wichtigkeit der Kunst, gerade in der heutigen Zeit des Materialismus.Er wünschte nachhaltige Erlebnisse.

Für die Kinder werden diese Tage jedenfalls lange nachwirken, denn mit Feuereifer waren sie nicht nur mit der Schafswolle beschäftigt, sondern besuchten das Goldgräbercamp ebenso wie den Sportparcours und das Bogenschießen. Und zwischen den einzelnen Stationen gab es jede Menge Kunst zu sehen.

Installationen für Auge und Ohr

Die Klanginstallationen im Wasser von Roland Breitinger zum Beispiel, oder die Graffiti-Aktion von Simon Kaspareth, Porzellanmalereien von Kristian Szabo, sowie die Keramikobjekte «Pollenflug» von Cornelia Sayle. Und wer seinen Augen einen Moment Pause gönnen wollte, der konnte sich zur Abwechslung das Ständchen des Männerchores Betzigau anhören, der mit frohen Klängen mitten aus dem Bachbett aufwartete. Währenddessen bereitete Markus Elhardt seine Vogelbrücke vor, eine riesige Installation aus Bambusstäben, die mittels eines Kranes direkt über dem Bachlauf seinen Platz fand.

Und direkt dahinter, war das umgekehrte Boot ( Reflexion) von Guido Weggenmann auf Pfählen zu sehen.

Für mannigfaltige Erfrischungen unter dem Thema Milch sorgten die Landfrauen in Betzigau. Mit einem «kuhlen» Drink in der Hand konnte man zum Käselochschießen schlendern und nebenbei sich am Gummieutermelken versuchen.

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