Amok-Alarm
Analyse der Ereignisse in Memmingen beginnt - im Internet wird schon lange diskutiert

Ein paar Tage nach dem Amok-Alarm in Memmingen, den ein 14-jähriger Schüler der Lindenschule ausgelöst hat, beginnt langsam die Suche nach den Ursachen. Schule, Polizei und Medien schauen hinter die Ereignisse. Und auch die Netzgemeinde hat mindestens eine Meinung. Nach und nach kehrt etwas Ruhe ein in Memmingen. Das Ereignis vom 22. Mai wird analysiert. Die Schule, die Polizei und auch die Medien beginnen, unaufgeregt aufzuarbeiten.

Schule und Polizei sind froh über einen relativ reibungslosen Ablauf nach Auslösen des Amok-Alarms. Dennoch will man nicht einfach so zufrieden sein.

Franz M. Schneider, Leiter der Interview mit TV-Allgäu.

Auch in überregionalen Medien ist der Vorfall in Memmingen natürlich Thema. Die Süddeutsche Zeitung berichtet genauso, wie Stern, Focus, Bild.de und Spiegel chronologisch über die Ereignisse an der Schule und am Sportplatz in Steinheim, an dem der Junge schließlich festgenommen wurde.

Allein Spiegel Online wagt einen zarten Anflug von Kritik. Natürlich geht es um das Waffengesetz und eine mögliche Verschärfung. Die sogenannte Netzgemeinde ist da natürlich schneller. In Blogs und Kommentaren analysieren, kritisieren und verteidigen User den Täter, das Waffengesetz oder die Medien

Arno Schlick kommentiert auf 'Welt.de':

Irgendwie immer das gleiche. Und natürlich war der Vater Waffennarr und natürlich durfte der Junge mit zum Schießplatz, üben.

country_air meint bei 'sueddeutsche.de':

Danke an die Polizei, dass sie so besonnen handelte und dass dem Sohn nichts passiert ist. Sollten die Waffen des 14-jährigen wirklich von seinem Vater stammen, so hoffe ich, dass dieser bestraft wird und die Kosten des Polizeieinsatzes bezahlen muss.

Pianofeng, ebenfalls bei 'sueddeutsche.de':

Der Vater sollte für den ganzen Fall die volle Verantwortung tragen.

Lupo schreibt auf 't-online.de':

Ein 14jähriger läuft wegen einem Streit mit seiner 13jährigen Freundin Amok! Wie krank ist ein Teil unserer Jugend?

Christoph Lipp stört sich an dem Begriff 'Amok’ und postet bei facebook:

Amok ist wenn einer wahllos massenhaft Menschen tötet, was ihr (die Medien, d. Red.) macht ist solche gestörten Leute noch dazu zu motivieren Amok zu laufen.

Die Onlineausgabe der tz aus München zitiert den grünen Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele, der sich in dem Artikel für die zentrale Aufbewahrung von Waffen ausspricht.

User TomDooley ist bei 'tz-online' dagegen:

bei zentraler Lagerung ist Diebstahl und Einbruch vorprogrammiert Dann fehlen nicht 3 Waffen, sondern das Zehnfache.

Bis Politik, Schule, Polizei und Medien die Ereignisse analysiert haben und jeder für seine Zwecke verarbeitet hat, werden noch Tage vergehen. Die Netzgemeinde ist da natürlich viel schneller.

Da kann der eine oder andere sich vielleicht schon ziemlich schnell eine Meinung bilden. Bleibt angesichts der teilweise sehr schlichten Qualität der Kommentare nur die Frage: ist das jetzt gut oder schlecht?

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