Füssen
An der Ausfahrt stockt es

Stadt und Staatlichem Bauamt ist sie seit längerem ein Dorn im Auge - und auch die Autobahndirektion ist nicht gerade glücklich mit der Situation an der A7-Ausfahrt Füssen. Konkret geht es um jene Fahrzeuge, die aus Richtung Kempten kommend in die Lechstadt wollen. Sie müssen nach Verlassen der Autobahn erst einmal links auf die B310 abbiegen. Und genau das ist das Problem: Weil die Bundesstraße viel befahren und obendrein die Sicht an der Kreuzung eingeschränkt ist, bilden sich dort immer wieder lange Schlangen.

Gemeinsam soll nun nach Abhilfe gesucht werden. Sollte sich mit einfacheren Mitteln nichts erreichen lassen, so wäre laut Autobahndirektion wohl die Installation einer Ampelanlage der nächste Schritt. Deren Kosten hätte die Behörde großteils zu finanzieren.

Als «drängendes Problem» hat die Kemptener Dienststelle der Autobahndirektion die Situation bislang nicht eingestuft, wie ihr Leiter Michael Kordon erläutert. Er räumt ein: Wäre die Ausfahrt vor rund zehn Jahren unter der Bundesstraße hindurch geführt worden, hätte es der Verkehr nun leichter. Denn dann müssten Autofahrer auf dem Weg nach Füssen einfach nur rechts abbiegen. Dies sei vermutlich aufgrund der schlechten Bodenverhältnisse nicht geschehen.

Auch wenn Kordon derzeit keinen akuten Handlungsbedarf sieht («dafür müsste sich der Verkehr stärker stauen»), will er sich einer Lösung nicht verschließen. Eine Verbesserung der Sicht, etwa durch den Abbau der dortigen Betongleitwände, sei kaum möglich. Denn die seien aus Lärmschutzgründen ganz gezielt aufgestellt worden.

Auch eine Senkung des Tempos hält er, so wie Josef Merk vom Staatlichen Bauamt, nicht für wirkungsvoll. Manfred Schweinberg, der Verkehrsexperte der Stadt, hat dagegen eine Lösung mit geringem Aufwand parat: «Würde die Verkehrsinsel an der Einmündung verkleinert, hätten die Linksabbieger mehr Platz.» Von einer Ampel hält Schweinberg dagegen wenig: «Das verlangsamt den gesamten Verkehr.» Bei einem gemeinsamen Ortstermin soll nun das weitere Vorgehen abgestimmt werden - und das, bevor mit den Weihnachtsferien die erste große Reisewelle in Richtung Süden bevorsteht.

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