Am meisten im Unterallgäu

Allgäu (mun). Obwohl der erhoffte Schneefall in den Allgäuer Skigebieten gestern ausgeblieben ist, können Wintersportler am Wochenende vielerorts mit gut präparierten Pisten rechnen. Denn die tiefen Temperaturen ermöglichen eine künstliche Beschneiung praktisch rund um die Uhr. Auf den Straßen kam es gestern im Allgäu wegen Schneeglätte zu über 30 Unfällen, teilten die Polizeidirektionen Kempten und Krumbach (fürs Unterallgäu) mit.

30 Unfälle wegen Schneeglätte ereigneten sich gestern allein im Bereich der Kemptener Polizeidirektion, so deren Sprecher Christian Owsinski. Dabei seien drei Menschen verletzt worden. Insgesamt war die Lage aber weit weniger kritisch als zunächst angenommen und in anderen Landesteilen. Zumeist seien die Autofahrer im Allgäu auf die Witterungsverhältnisse eingestellt gewesen und seien mit Winterreifen gefahren, meinte Owsinski.

Bei Gestratz (Westallgäu) erlitt eine 38 Jahre alte Frau bei einem Traktor-Unfall schwere Verletzungen. Das Fahrzeug war auf einem steilen Streckenabschnitt vom Weg abgekommen und umgestürzt. Den insgesamt bei den Schneeunfällen verursachten Sachschaden bezifferte Owsinski auf rund 120 000 Euro.

Deutscher Wetterdienst (DWD) und die Unwetterzentrale von Meteomedia hatten bereits am Dienstagabend vor teils unwetterartig starken Schneefällen insbesondere am Alpenrand gewarnt und damit voll daneben gelegen. Denn in unmittelbarer Alpennähe kam nur unbedeutend wenig Weiß vom Himmel (siehe Die Dritte Seite).

Beschneiung läuft

Dennoch atmen die meisten Liftbesitzer auf: Überall dort, wo künstlich beschneit werden kann, laufen seit gestern die Schneekanonen auf Hochtouren. Wer am Wochenende Skilanglaufen will, wird in Alpennähe allerdings eher enttäuscht. Im Unterallgäu dagegen, wo am meisten Neuschnee fiel, können Loipen gespurt werden. Den Höhepunkt der Kältewelle erwarten die Meteorologen für die Nacht zum Freitag mit Tiefsttemperaturen von unter minus 15 Grad in Alpentälern. Nächste Woche soll es milder werden. Zuvor aber bestehen am Samstag nochmals Chancen auf Neuschnee. Meteorologe Joachim Schug: 'Die Mengen sind noch unklar, aber vielleicht kommt dann der Alpenrand dran.'

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