Marktoberdorf / Immenhofen
Am liebsten bedient er den Radlader

24 Jahre alt ist Christoph Dannigkeit aus Marktoberdorf. Der junge Mann gehört zu den ganz wenigen behinderten Menschen, die den Sprung von einer beschützenden Werkstatt - den Wertachtalwerkstätten in Marktoberdorf - in die freie Wirtschaft geschafft haben. Als Behinderter hat er einen festen Arbeitsplatz bei der Futtertrocknungsanlage in Immenhofen bekommen und dort auch schon die Probezeit erfolgreich hinter sich gebracht.

Interesse gezeigt

Im Sommer sind es Arbeiten wie Rasenmähen, im Winter gehört das Schneeschaufeln zu seinen Tätigkeiten. Hauptsächlich aber gibt es im aktuellen Betrieb der Anlage immer wieder etwas aufzuräumen. Und dann tritt die neue Arbeitskraft auf den Plan und entlastet seine Kollegen tatkräftig. Besonders stolz aber ist Christoph Dannigkeit auf seinen Arbeitsplatz, wenn er mit dem Radlader Holzschnitzel nachfüllen oder sie vorher durchsieben kann.

Nach dem Besuch der Ludwig-Reinhardt-Förderschule in Kaufbeuren hatte Dannigkeit in verschiedenen Abteilungen der Wer-tachtal-Werkstätten Praktika absolviert. Fest arbeitete er danach rund vier Jahre in den Wertachtal-Werkstätten Kaufbeuren und Marktoberdorf. Im vergangenen Sommer war er in der Gartengruppe dabei, die unter anderem Spielplätze pflegt oder im Auftrag von Gemeinden Hecken schneidet.

Den Chef überzeugt

Großes Interesse rief bei ihm die in Immenhofen neu gebaute Futtertrocknung hervor. Immer wieder schaute er dort vorbei. Und er schaffte es auf eigene Initiative, dort ein Praktikum zu bekommen und ab 1. November 2009 sogar einen festen Arbeitsplatz. Denn er hatte Geschäftsführer Karl Engert überzeugt, dass er gut arbeiten kann. Und mit den Kollegen, so Dannigkeit, komme er auch sehr gut aus. Gerade jetzt im Winter, wenn er nicht mit dem Rad von seiner Wohnung bei den Eltern in Marktoberdorf nach Immenhofen fahren kann, nähmen sie ihn sogar mit dem Auto mit zur Arbeit. Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Weihnachtsfeier leistete er mit seinem Akkordeon. Und der Chef hat ihn sogleich verpflichtet, nächstes Jahr wieder zu spielen.

«Ich würde mir wünschen, dass viel mehr Unternehmen sich Behinderten gegenüber offen zeigten», sagt der Sozialpädagoge Stefan Gerlach von den Wertachtal-Werkstätten. Das Beispiel Christoph Dannigkeit zeige, dass die Wertachtal-Werkstätte für Behinderte auch den Sprung auf den ersten Arbeitsmarkt ermöglicht.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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